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Mönchengladbach: Tatort-Verein stiftet 250 Schulranzen

Für Kinder aus Mönchengladbach : Tatort-Verein stiftet 250 Schulranzen

Viele Eltern haben nicht das nötige Geld, ihre Kinder für den Schulstart auszustatten. Der gemeinnützige Tatort-Verein sorgt seit 2012 dafür, dass auch Kinder in Gladbach einen Schulranzen haben.

(RP) Die Kosten für einen Schulranzen und die übrige Ausstattung liegen mittlerweile zwischen 250 und 600 Euro. Für einige Familien ist der Kostenpunkt für die Ausstattung eine zusätzliche Hürde. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Zuschuss für ein Schulranzen-Set über das Paket Bildung und Teilhabe zu erhalten, einige Familien fallen jedoch aus diesen Leistungen heraus. Um allen Kindern einen gleichen und unbeschwerten Schulstart in den neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen, wurde 2012 ein Projekt ins Leben gerufen, das der gemeinnützige Tatort-Verein organisiert.

Der Verein rund um die Schauspieler Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt und Joe Bausch, die als Schauspieler der Kölner Tatort-Krimis des WDR bekannt sind, schafft mit örtlichen Spenden Schulranzen-Sets an, die an Kinder in schwierigen Lebenssituationen weitergegeben werden. In Kooperation des Tatort-Vereins mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie wurde auch in diesem Jahr dieses Konzept in Mönchengladbach umgesetzt.

Erzieher der Kitas und soziale Einrichtungen können die Notlagen der Familien am besten beurteilen und geben die Anzahl der benötigten Ranzen an die Projektleitungen der beteiligten Städte weiter. „Der Spende vorausgegangen ist immer eine fundierte Einschätzung der Kindertageseinrichtung oder anderer, die die Familien betreuen“, erläutert Sozialdezernentin Dörte Schall.

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Klaus Röttgen, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, betont: „Die Familien erhalten den Schulranzen im Vorfeld von den Erziehern, sodass sie ihren Kindern den Ranzen selbst überreichen können. Dadurch bekommen die Kinder das Gefühl, dass ihre Eltern ihnen dieses tolle Geschenk gemacht haben“. Dass die Kinder nicht erfahren, dass ihre Schulranzen gespendet wurden, ist dem Verein besonders wichtig, um Stigmatisierung zu vermeiden.

Seit dem Start des Projektes konnten über 12.000 Schulranzen-Sets in allen beteiligten Städten verteilt werden.

(RP)