1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Tag der Arbeit - Kundgebung auf Rheydter Markt

Gewerkschaften rufen in Mönchengladbach zu mehr Solidarität auf : Kundgebung auf Markt gut besucht

Der „Tag der Arbeit“ erfolgte erneut unter Corona-bedingten Abstandsregeln. Die Gewerkschaften mahnten zu mehr Solidarität und betonten, dass viele Menschen im zweiten Jahr des Ausnahmezustands am Limit arbeiten.

Eine Rückkehr zur Tradition mit Demonstrationszug nach Rheydt, Kundgebung auf dem Markt und anschließendem Familienfest – das wünscht sich Emrah Bektas, Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Mönchengladbach für den 1. Mai im nächsten Jahr.  Dieses Mal blieb es bei einer Kundgebung unter Pandemie-Bedingungen.

Der Markt war durchaus gut gefüllt. Die meisten Teilnehmer hielten sich aber an die Abstandsregelung. Die Gewerkschafter zeigten ihrerseits Solidarität mit dem DGB, der „Solidarität ist Zukunft“ zum zentralen Mai-Motto gemacht hatte. „Wir sind froh, dass ihr uns nicht alleine lasst bei dieser etwas anderen Kundgebung in der schwierigen Zeit“, sagte Bektas, der mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Teilnehmer auf die beiden Hauptredner einstimmte. Die Pandemie zeige, wie wichtig Solidarität sei, zitierte Bektas den OB. Sabine Busch, die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi Linker Niederrhein, bestätigte diese Auffassung. Sie mahnte an, dass viele Beschäftigte sich bereits im zweiten Jahr eines Ausnahmezustands befänden. „Viele arbeiten am Limit – im Homeoffice, als Verkäuferin oder als Busfahrer“, sagte sie. Auf deren Nöte hinzuweisen und die Situation zu verbessern, sei Aufgabe der Gewerkschaften. Exemplarisch wies Busch auf die verbesserte Regelung zum Bezug von Kurzarbeitergeld und die Schutzmaßnahmen am Arbeitplatz hin.

  • Aufbauarbeiten am Weihnachtsmarkt am Alten Markt:
    Nach Beschluss von Bund und Ländern : Mönchengladbacher sind vorbereitet auf neue Corona-Regeln
  • Herbert Hochheimer gedachte in seiner Ansprache
    Gedenkstätte Varbrook in Niederkrüchten : Mahnung gegen jede Form von Krieg
  • In den vergangenen sieben Tagen ist
     Corona-Zahlen aus Mönchengladbach (Mittwoch, 17. November 2021) : Weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19

Die Corona-Pandemie sei nur solidarisch zu bewältigen, so Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen, als Hauptredner. „Wir haben uns immer für eine solidarische Krisenbewältigung eingesetzt“, sagte er und nannte besseren Gesundheitsschutz und Rücksicht auf die Schwächsten. Die Gewerkschaften beteiligten sich an dem Kampf gegen die Krise, anders als die Corona-Leugner, Verweigerer und Querdenkern, deren Ziel es sei, den demokratischen Staat zu zerstören. Nicht nur die Gewerkschaften, auch die Politik „muss die Weichen für die Zukunft stellen“, sagte Giesler. Er mahnte politisches Handeln an: „Ohne klare Regeln und politische Vorgaben haben wir Veränderungen, die wie nicht wollen. Wir wollen nicht zurück in die Zeit vor der Krise.“ Solidarisch müssten Gesellschaften, Gewerkschaften und Politik vorausschauen und den digitalen Wandel, die Elektromobilität und den Klimawandel als Aufgabe und Chance ansehen.