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Mönchengladbach: Studierende erhalten Preise für besonderes Engagement

Katholisches Hochschulzentrum : „Diese Studenten zeigen Haltung“

Sie arbeiten ehrenamtlich in Hilfswerken und Vereinen. Sie setzen sich für Menschen und Umwelt ein.

„Das hätte ich echt nicht gedacht!“ Melina Beckers war ebenso überrascht wie erfreut, den 1. Preis für ehrenamtliches Engagement „mitBedacht“ aus den Händen der Beigeordneten Dörte Schall zu erhalten. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum vierten Mal von dem Katholischen Hochschulzentrum Lakum in Krefeld und Mönchengladbach verliehen.

Die 26-jährige Sozialpädagogin stammt aus Mönchengladbach. Auf das Studium der Sozialen Arbeit hat Melina Beckers noch ein weiteres aufgesattelt: Kindheitspädagogik. Sie studiert also, hat einen Job in einem Mädchenheim in Krefeld und gründete vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Freund Ugur Demir die Unicef-Hochschulgruppe. Während ihres Studiums arbeitete Beckers in einer Einrichtung für gewaltgeschädigte Kinder und Jugendliche und erlebte die Bedeutung von Präventions- und Aufklärungsarbeit. Die Rechte von Kindern zu stärken, das ist Beckers‘ Ziel, das sie mit ihrer Gruppe erreichen möchte. Dörte Schall hob in ihrer Laudatio hervor, dass Beckers mit ihrer Gruppe „ein verlässlicher Kooperationspartner für die Stadt“ sei. Ihr 1. Preis ist mit 700 Euro dotiert.

„Schön, dass Sie hier studieren“, richtete Berthold Stegemerten, Vizepräsident der Hochschule Niederrhein, in seiner Begrüßung das Wort an alle Bewerber, die sich zur Preisvergabe zusammengefunden hatte. Die Hochschule habe den Auftrag, die Studierenden zu befähigen, in der Gesellschaft über Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten Verantwortung zu übernehmen. Aber: Nur fit für den Arbeitsmarkt machen, das sei zu kurz gegriffen. In den Niederlanden sei man schon länger dabei, neben der Vermittlung von Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten auch großen Wert auf Haltung zu legen. Und das tun die Bewerber um den Preis „mitBedacht“. „Sie zeigen Haltung. Das müssen wir verstärkt in den Blick nehmen,“ so Stegemerten.

25 Studierende hatten sich mit ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten beworben. Eine Jury wählte die Preisträger aus. Sie bestand aus den Leitern der Hochschulgemeinde, Matthias Hakes und Frank Seeger-Hupperten, Achim Eickmeier, Dozent an der Hochschule, Anne Poleska-Urban (Deutsche Schwimmerin und Olympia-Bronze-Gewinnerin 2004) sowie Dörte Schall.

Die 25 Bewerbungen deckten eine große Bandbreite an Themen ab: Migration, Integration, Sport, Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit für Hilfswerke und Verbände, politische Arbeit, Umwelt und Gesellschaft und Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Der 2. Preis wurde geteilt und ging an Julia Münks, die sich für Prävention gegen sexuelle Gewalt in ihrem Handballverein engagiert. Die andere Hälfte erhielt Fabian Grundler. Er arbeitet seit Jahren für das Technische Hilfswerk (THW). Beide Preisträger erhielten jeweils 500 Euro. Mit dem 3. Preis in Höhe von 300 Euro wurde Ajithan Annalingam bedacht, der sich um interkulturelle Arbeit verdient gemacht hat und im Bereich Migration und Flüchtlingsarbeit Menschen zusammenbringt.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 2000 Euro. Es wird finanziert durch das Bistum Aachen sowie eine Spende der Firma Currenta&Co.