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Mönchengladbach: Statiker sollen klären, was aus abgesackter Hauswand wird

Einsturzgefährdetes Haus : Statiker sollen klären, was aus abgesackter Hauswand wird

Eine schnelle Aufklärung, warum die Giebelwand eines Hauses an der Viersener Straße am Mittwochvormittag absackte, ist vorerst nicht in Sicht. Womöglich wird der Fall irgendwann auch einmal Richter beschäftigen.

Klar ist jedoch zwei Tage nach dem Vorfall: Am Mittwoch hatten vier Bewohner des Hauses mit der Nummer 147 ihr Heim schlagartig verlassen müssen, als die zur benachbarten Baugrube gelegene Hauswand um etliche Zentimeter absackte und der Einsturz des kompletten Hauses zu befürchten war.

Feuerwehr und Rettungskräfte evakuierten das Haus daraufhin, Beamte der Polizei sperrten die Viersener Straße ab. Mitarbeiter der NEW öffneten die Straße und sperrten die Gaszufuhr ab. Am Nachmittag wurde eine Stützwand aus Beton gegossen. Diese soll die abgesackte Giebelwand des unter Denkmalschutz stehenden Hauses vorerst stabilisieren.

In der Nacht zu Donnerstag sei es ruhig geblieben, das Bauordnungsamt habe das Haus mit der Nummer 147 versiegelt, sagt Offermanns. Eine Rückkehr der Bewohner kommt damit bis auf Weiteres nicht infrage. Der Immobilienverwalter habe die Bewohner in einem Hotel untergebracht. Nun stünden Gespräche zwischen den Bauherren der Baustelle und beauftragten Prüfstatikern an, wie mit der abgesackten Wand zu verfahren sei. „Das Bauordnungsamt wartet auf die Ergebnisse und entscheidet dann, ob der ausgearbeitete Plan genehmigt wird“, erklärt Offermanns. Das Nachbarhaus mit der Nummer 145 sei wieder begehbar, aber leerstehend. Nur die Bauleitung der benachbarten Großbaustelle habe sich darin eingerichtet.

Auf dem Gelände, auf dem früher eine Tankstelle stand, soll ein 5000 Quadratmeter großer Wohn- und Geschäftskomplex mit Supermarkt und Tiefgarage entstehen, der sich von der Viersener Straße bis zur Bebericher Straße erstreckt. Der Entwurf dazu stammt vom Mönchengladbacher Architekturbüro Schrammen. Ursprünglich war geplant, das Projekt bis zum Jahr 2020 nach einer 20-monatigen Bauzeit fertigzustellen. Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Architekturbüro hieß es jedoch nur, dass dazu derzeit keine Auskünfte erteilt würden. Auch Nachfragen bei den Bauherren blieben bis Redaktionsschluss unbeantwortet.