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Mönchengladbach: Start der Gesundheitskurse des Arbeitslosenzentrums

Projekt in Mönchengladbach : Gesundheitskurse des Arbeitslosenzentrums sind gestartet

Bewegung im Freien, dabei noch den Jonas-Park und den Skulpturengarten kennenlernen: Dazu ermuntert ein Projekt Joblose und Senioren. Wegen der Pandemie begann es später als geplant.

Bereits im April sollten die ersten Gesundheitskurse, des Arbeitslosenzentrums an der Lüpertzender Straße angeboten werden. Pandemiebedingt mussten diese verschoben werden. Doch jetzt sind die ersten Veranstaltungsreihen an den Strat gegangen  – und wenn die Nachfrage stimmt, will Justine Krause, Koordinatorin des Projekts „Gesund leben im Quartier“ auch noch weitere auflegen. Einstweilen werden die Kurse an der frischen Luft und unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln angeboten.

Den Auftakt bildete die Reihe „Naturbewegung“. Acht Teilnehmer treffen sich dabei am Arbeitslosenzentrum, unter ihnen arbeitslose Menschen sowie Senioren. Von der Lüpertzender Straße aus ging die Gruppe rund um Kursleiterin Ursula Hamacher dann beispielsweise zum Skulpturengarten Abteiberg. Dort angekommen erwarteten die Teilnehmer Bewegungs- Stabilitäts- und Mobilitätsübungen im Freien. „Wichtig ist es, niederschwellig zu arbeiten“, erklärt Justine Krause. „Das bedeutet, dass wir immer wieder nachfragen, ob es allen gut geht, ob alles okay ist oder wir auf spezielle Wünsche eingehen sollen.“

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Besonders an dem Kurs ist, dass es nicht nur darum geht, die Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren. Es sollen außerdem Beziehungen geknüpft werden und die Teilnehmer sollen neue Orte kennenlernen. Das Konzept scheint aufzugehen. Fred Freesen jedenfalls hatte nach zwei Besuchen vor,  an allen Kursterminen teilzunehmen. „Ich habe von dem Angebot in der Zeitung gelesen. Mein Grund teilzunehmen war ursprünglich, dass ich mich mehr bewegen wollte. Aber nun finde ich besonders die Botanik, die man kennenlernt, und die vielen Informationen zu bekannten Plätzen toll“, sagt er.

Wie viele der Teilnehmer hat auch er durch den Kurs neue Orte kennenlernen können: „Dass es den Hans-Jonas-Park und gibt, wusste ich zwar – genauso der Skulpturengarten. Aber ohne Auto oder Fahrrad können sie schwer zu erreichen sein. Deshalb bin ich froh, dass ich mit der Gruppe endlich mal dort war.“ Die Gesundheitskurse des Arbeitslosenzentrums richten sich nicht nur an arbeitslose Menschen, sondern an alle Interessierten. Zwar ist eine Anmeldung nötig, Kosten fallen allerdings keine an.

Das wird möglich gemacht durch den Fördertopf des GKV-Bündnisses NRW, einer Initiative der gesetzlichen Krankenkassen. Am 30. Juli wird der Workshop „Raus aus dem Corona-Blues“ für Senioren angeboten. Interessierte können sich bei Justine Krause unter der Rufnummer 02161 912647 melden. Wenn genug Interesse besteht, will Krause weitere Kurse, etwa der Reihe „Naturbewegung“, bieten.

(RP)