Mönchengladbach: Stadtbibliothek weiht Fairtrade-Snackautomaten ein

Erster Fair-o-mat in Mönchengladbach : Fair snacken in der Stadtbibliothek

Der „Fair-o-mat“ in der Stadtbibliothek ist der erste der Stadt Mönchengladbach.

Wer viel liest, weiß einen kleinen Snack zwischendurch zu schätzen. Ein paar Gummibären, ein Riegel Schokolade – Zucker hilft bekanntermaßen beim Denken. Damit das auch in der Stadtbibliothek klappt, gibt es dort jetzt einen neuen Snackautomaten im Foyer. Der ist aber nicht mit x-beliebigen Süßigkeiten gefüllt, sondern mit fair gehandelten Waren aus dem Eine-Welt-Laden in Mönchengladbach.

Der „Fair-o-mat“ ist der erste der Stadt Mönchengladbach. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Mönchengladbach kooperierten dafür mit der Stadtbibliothek unter Leitung von Brigitte Behrendt. An einen solchen Automaten zu kommen, erwies sich als schwieriger als gedacht. „Wir mussten uns bewerben und noch einmal erklären, warum wir den Automaten in die Bibliothek stellen wollen“, sagt Franz Scherer, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Eine-Welt-Laden. Die Firma, die die Automaten aus alten Teilen wiederherstellt, mit Sitz in Castrop-Rauxel, lege scharfe Kriterien an, wer einen solchen Automaten bekomme. Denn er wird aus alten Automaten zusammengebaut, die Teile seien rar, sagt Scherer.

Das Besondere am Automaten ist nicht nur seine Füllung mit fair gehandelten Produkten. Der Automat funktioniert komplett mechanisch. Nach dem Einwurf der passenden Münze muss an einem Rad gedreht werden, damit das gewünschte Produkt ausgeworfen wird. Dadurch braucht der Automat auch keinen Strom. Sollte die Ausgabe mal klemmen, sei immer ein Bibliotheksmitarbeiter in der Nähe, verspricht Behrendt. Der Standort sei optimal, täglich besuchten 800 bis 1000 Menschen die Stadtbibliothek.

Mit dem fairen Snackautomaten wollen die Initiatoren der Fairtrade-Town-Initiative ihr Projekt der fairen Stadt wieder ein Stück voranbringen. Es ist geplant, die Stadtbibliothek als offiziellen Kooperationspartner auszuzeichen. „Mit dem Ausleihprinzip sind wir ja quasi Vorreiter des Ressourcenteilens“, sagt Behrendt.