Mönchengladbach Stadt stellt Masterplan Mobilität vor

Verkehr: Stadt stellt Masterplan für die „Green City“ vor

(dola) Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein: ganz Europa veranstaltet in diesen Tagen die Mobilitätswoche. für nachhaltige Mobilität. Der Abgasskandal und die Diskussionen über Diesel-Fahrverbote haben zusätzlich die Berichterstattung geprägt.

„Das hat sich in den Köpfen der Leute jetzt festgesetzt“, ist sich Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners sicher. Die Mobilität sei im Wandel und man müsse sich nun für die nächsten Jahre wappnen. Gemeinsam mit dem Mobilität-Fachbüro EcoLibro und der NEW hat wurde für Mönchengladbach ein Plan zur Förderung einer zukunftsfähigen Mobilität ausgearbeitet, der nun im NEW Blauhaus vorgestellt wurde.

Im Fokus des Masterplans: eine schadstoffarme, klimaschonende und verkehrsreduzierende Mobilität. „Wir haben hier bei uns einige Problemstellen in Bezug auf Schadstoffausstoß und Lärm“, so Reiners. Dies soll jetzt in Angriff genommen werden. Den Schwerpunkt bildet dabei die Elektromobilität – vor allem im ÖPNV. Die NEW hat ehrgeizige Ziele. Vier elektrisch angetriebene Busse wurden bereits für 2019 bestellt, erklärt Frank Kindervatter, Vorstandsvorsitzender der NEW AG. Diese sollen dann auf der Linie 033 eingesetzt werden. Die Zahl der Bestellungen ließe sich durch mangelnde Kapazitäten seitens des Herstellers bisweilen noch nicht erhöhen. Aber auch der elektrische Individualverkehr soll gefördert werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Ladeinfrastruktur. Momentan gibt es 52 „normale“ und vier Schnellladesäulen im Stadtgebiet. Für zwölf weitere liegt bereits der Förderbescheid aus dem Programm „Saubere Luft“ der Bundesregierung vor. „Wir müssen das Angebot schaffen und es den Leuten vorführen“, so Reiners. Dann könne ein Wechsel zu E-Autos erfolgreich funktionieren.

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„Aber der Plan besteht nicht allein aus Neuerungen in Sachen Elektromobilität“, stellt der Technische Beigeordnete Gregor Bonin klar. Auch die Optimierung des Fuß- und Radverkehrs solle gefördert werden. Und der erste Schritt ist bereits getan: vergangenen Dienstag stellte die Stadt das Fahrradverleihsystem „Santander nextbike“ vor. 250 Fahrräder können nun an 35 Stationen im gesamten Stadtgebiet ausgeliehen und wieder abgestellt werden. „Die Stadt und seine Bewohner haben sich entwickelt“, sagt Bonin. So sei das Auto nicht mehr das Statussymbol wie in den letzten Jahrzehnten. Auch andere Formen der Mobilität würden mittlerweile mehr Akzeptanz finden. Das Pilotprojekt „NEW-Teilzeitauto“ der Hochschule wurde gerade erst beendet – im kommenden Jahr soll es für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, so Kindervatter.

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