Mönchengladbach: Stadt macht Straßen.NRW für Diesel in der Niers verantwortlich

Dieselunfall in Mönchengladbach : Stadt macht Straßen.NRW für Diesel in der Niers verantwortlich

Der Einsatz gegen Diesel in der Niers den Kraftstoff im Fluss geht auch eine Woche nach dem Unfall auf der Autobahn 61 weiter. Auch Tierretter suchen weiter bedrohte Wasservögel.

Weil am vergangenen Samstag ein Lkw auf der A 61 Diesel verloren hatte, kämpfen Feuerwehr und Stadt seit Sonntag gegen Kraftstoff in der Niers. Mehrere tote Wasservögel und mehr als ein Dutzend verölte Tiere wurden seitdem gefunden. Ins Wasser gelangt ist der Kraftstoff durch einen Kanal, der von der Autobahn zunächst in ein Absetzbecken und dann in das Gewässer führt, gelangt. Viele fragen sich nun: Wer haftet eigentlich für den Schaden? „Ansprechpartner für die Stadt ist hier zunächst Straßen.NRW, da die Verureinigung der Niers zweifelsfrei aus der Autobahnentwässerung kam“, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten, verweist aber auf behördliche Ermittlungen. Eine Sprecherin von Straßen.NRW erklärt hingegen, dass man prüfen müsse, ob man für den Schaden aufkomme, da der Verursacher in den Augen des Landesbetriebs eigentlich der Lkw sei, der den Kraftstoff verloren hat.

Das Umweltamt als Untere Wasserbehörde werde Gespräche mit Straßen.NRW führen, da es „offensichtlich Optimierungsbedarf gibt“, wie Dirk Rütten sagt. Straßen.NRW erklärte, dass man alles getan habe, um die jetzige Situation zu verhindern. Die Maßnahmen der Stadt werden noch bis in die kommende Woche andauern, wie die Stadt mitteilt. „Der feste Ölschlängel an der Römerstraße besteht weiterhin, zudem wurde ein neuer Schlängel im Bereich der Brücke Neukircher Weg installiert. Alle anderen Schlängel wurden entfernt, da sie vollgesogen waren und aktuell keine weiteren Dieselverunreinigungen mehr auftreten“, sagt Rütten. Das Becken, in dem der Kanal der Autobahn in Wetschewell ankommt, sei ausgekoffert worden und werde weiter überwacht, da es in den kommenden Tagen regnen soll.

Unterdessen setzte der Tiernotruf seinen Rettungseinsatz für Wasservögel fort.  Am Freitag wurden zwei verölte Blesshühner, ein Teichhuhn und eine Kanadagans eingefangen und zur Reinigung des Gefieders gebracht, wie Stefan Bröckling vom Tiernotruf mitteilte. „Wir gehen nicht davon aus, dass wir jetzt alle betroffenen Tiere haben.“