Mönchengladbach: Stadt lässt Bäume in Odenkirchen fällen

Odenkirchen : Bäume in Odenkirchen abgeholzt

Die Mags begann gestern im Auftrag der Stadt mit den umstrittenen Fällarbeiten.

Filme, Fotos, Kommentare – in der Facebook-Gruppe „Du bist Odenkirchener, wenn...“ drehte sich am Mittwoch alles um die Bäume auf dem Martin-Luther-Platz. Die wurden nämlich gefällt. Insgesamt 22 Bäume mussten weichen, weil sie den Blick auf einer der ältesten evangelischen Kirchenbauten (1755/56) im Stadtgebiet versperrten. Angeblich sollen einige der dort wachsenden Eiben auch krank gewesen sein. Im Internet trauern die meisten um die alten Bäume, viele schimpfen auf die Verantwortlichen. Aber es gibt auch positive Kommentare. So freuen sich auch ein paar Gruppenmitglieder auf die geplante Boulebahn.

Auf dem Platz sollen neue Bäume und Gehölze gepflanzt werden. Vorgesehen sind fünf Kupfer-Felsenbirnen rund um die Sitzelemente, sechs Baum-Magnolien als Allee zum Kirchenportal und drei Gleditschien im Kirchgarten, wie aus der Stadtverwaltung mitgeteilt wurde.

Die Baumfällaktion am Martin-Luther-Platz hatte schon im Vorfeld für viel Kritik gesorgt. Die Grünen hatten zu Protestaktionen aufgerufen, Unterschriften wurden gesammelt. Im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden, der am Mittwoch, 6. Februar, ab 17 Uhr im Rathauses Abtei tagt, geht es unter anderem um den Sammelbürger-Antrag „Lasst Bäume wachsen“. 1700 Bürger haben eine Musterpetition unterschrieben, die sich gegen die Baumfällaktionen am Edmund-Erlemann-Platz, an der Hindenburgstraße und auf dem Martin-Luther-Platz richtet. Letzteres Anliegen lässt sich seit Mittwoch nicht mehr erfüllen. Die alten Bäume sind weg.

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