1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Staatsanwaltschaft behält weggeworfene Post vorerst als Beweise

Weggeworfene Post in Mönchengladbach : Staatsanwaltschaft behält Briefe vorerst als Beweise

Im zweiten Fall der weggeworfenen Briefe hat die Stadt Mönchengladbach am Montag alle städtischen Briefe erfasst. „Es waren 75 Wahlbenachrichtigungen und 100 Briefe von allen möglichen Ämtern“, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten.

Die restlichen Briefe lägen nun bei der Staatsanwaltschaft. Diese behalte sie vorerst als Beweismittel ein, sagt Simone Braam von der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen seien angelaufen. „Auf versuchte Wahlfälschung und die Verletzung des Briefgeheimnisses stehen jeweils bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe“, so die Sprecherin. Postcon-Sprecher Rico Nelte-Freudenberger sagte: „Soweit wir wissen, handelt es sich um denselben Zusteller wie im ersten Fall. Am 19. August ist er entlassen worden. Die Briefe waren aus demselben Zeitraum und Verteilgebiet wie beim ersten Mal.“

Das Zustell-Unternehmen habe Strafanzeige erstattet. „Auch unsere Mitarbeiter beschäftigen sich natürlich mit dem Thema“, berichtet der Sprecher. „Ein faules Ei, das 1200 Zusteller in NRW in Misskredit bringt. Die anderen machen einen echt guten Job, für die tut mir das wirklich leid.“