Mönchengladbach: Spenden nach Großbrand in Griechenland

Mönchengladbach : Griechisch-orthodoxe Gemeinden sammeln 20 Tonnen Hilfsgüter

Nach den verheerenden Feuern rund um Athen haben griechisch-orthodoxe Gemeinden in Mönchengladbach und weiteren Städten 20 Tonnen Hilfsgüter gesammelt. Der Logistiker UPS bringt die Kleidung, Lebensmittel, Spielsachen und Arzneimittel jetzt kostenfrei nach Griechenland.

Rund drei Wochen ist es her, dass große Waldbrände um Athen herum wüteten– eine nationale Tragödie. Sowohl westlich als auch östlich der griechischen Hauptstadt verdunkelten die riesigen Rauchwolken teilweise sogar die Sonne. Dutzende Tote, rund 150 Verletzte und noch mehr zerstörte Behausungen – so fällt die ernüchternde Bilanz aus. Als Konstantinos Bolossis die schockierenden Nachrichten erreichen, beschließt der Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Mönchengladbach sofort, eine Spenden-Aktion zu starten und Hilfsgüter in das Katastrophengebiet zu liefern. Unterstützung kommt vom Logistikunternehmen UPS.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nimmt man die Spenden aus den Gemeinden Leverkusen, Gütersloh und Iserlohn dazu, ergibt das ein Spenden-Gewicht von 20 Tonnen, die sich nun unverzüglich auf die knapp 2700 Kilometer lange Reise machen. „Gespendet wurde alles, was die Leute in dieser schweren Zeit brauchen“, erklärt Pfarrer Bolossis. Darunter befinden sich Kleidung, Lebensmittel und Spielzeug für die Kinder. Gladbacher Krankenhäuser und Apotheken spendeten Medikamente.

Der Kontakt zu UPS kam über einen Radio-Spot der Gemeinde zustande. „Ich habe den Spot mit der Bitte um Transport-Hilfe von Pfarrer Bolossis im Auto-Radio gehört“, sagt Britta Weber, Personaldirektorin von UPS Deutschland. Zurück am Arbeitsplatz, hat sie sofort nach einer Transportmöglichkeit nach Griechenland gefragt – sie wurde bewilligt. „Als ich den Anruf von Frau Weber erhielt, musste ich unter Tränen erst einmal rechts ranfahren“, erinnert sich Bolossis. Die bereitwillige Unterstützung löste in ihm eine große Freude aus. „Meine Gebete wurden wohl erhört.“ Für das Transportunternehmen sei das schon fast eine Selbstverständlichkeit, dort zu helfen, wo man mit dem eigenen Knowhow Unterstützung leisten kann, so Weber. Demnächst wird ein weiterer Container mit Hilfsgütern folgen.

Als Dank wurden alle ehrenamtlichen Helfer von UPS an Maria Himmelfahrt, dem zweitwichtigsten Feiertag der griechisch-orthodoxen Gemeinde, zu einem Gottesdienst und einem anschließenden Fest eingeladen. Danach machte man sich gemeinsam an das Verladen der Spenden. Über Nürnberg geht es jetzt nach Ancona in Italien, von wo aus eine Fähre den Lkw nach Patras in Griechenland bringt. Über Nacht geht es dann nach Athen, wo die Spenden voraussichtlich am 21. August ankommen. Die dortige Kirchengemeinde, mit der man einen guten Kontakt pflegt, wird dann für die Verteilung der Hilfsgüter in den von Waldbränden betroffenen Gebieten sorgen.