Mönchengladbach: SPD entsetzt über Schweinekopf an Moschee

Vorfall in Mönchengladbach : SPD empört über Schweinekopf an Rheydter Moschee

Nachdem Unbekannte an der Masjid-Arrahman-Moschee in Rheydt einen Schweinekopf angelegt haben, äußern sich die Sozialdemokraten über den Vorfall. Sie sehen einen Zusammenhang mit der für Sonntag geplanten Demonstration vor der Moschee und fordern Aufklärung.

„Entsetzt“ und „angewidert von dieser feigen und abartigen Attacke“ – so haben sich am Mittwoch führende Mönchengladbacher Sozialdemokraten über die fremdenfeindlichen Symbole und den Schweinekopf geäußert, den Unbekannte an der Masjid-Arrahman-Moschee an der Rheydter Mittelstraße abgelegt hatten. „Solche respektlosen und rassistischen Angriffe auf ein friedliches Miteinander in unserer Stadt können wir nicht tolerieren“, schrieben die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, der Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges und der Ratsfraktionsvorsitzende Felix Heinrichs in einer Erklärung. Weiter hieß es darin: „Es ist für uns offensichtlich, dass es einen Zusammenhang mit der für Sonntag geplanten rechtsextremen Demonstration von Dominik Roeseler gibt. Roeseler selbst wollte ursprünglich direkt vor der Moschee ein Spanferkel braten.“ Roeseler war früher Mitglied von Pro NRW und ist derzeit fraktionsloses Mitglied des Stadtrates. Polizeipräsident Mathis Wiesselmann warnte am Mittwoch vor zu schnellen Schlüssen. Die Tat sei noch nicht beweissicher geklärt. „Wir müssen die Umstände als Polizei ebenfalls faktisch und fern von Spekulationen und Vermutungen betrachten und bewerten. Das Versammlungsrecht schützt die Meinungskundgebungen, so lange nicht gegen geltendes Recht verstoßen und die öffentliche Ordnung gewahrt wird“, sagte Wiesselmann.

(hh)
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