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Mönchengladbach: Sommercamp bietet Schülern Elektrotechnik zum Anfassen

zdi-Zentrum in Mönchengladbach : Sommercamp bietet Schülern Elektrotechnik zum Anfassen

Sechs Schüler konnten in einem Workshop beim ITZ Rhein/Maas in technische Berufe hereinschnuppern. Dabei bauten sie Bewegungsmelder, Temperaturfühler oder einen Würfel – möglich macht dies das Sommercamp.

Noch stehen die Boxen mit den Komponenten ungeöffnet vor den sechs Schülern, die sich an diesem Morgen in ihren Sommerferien um 9 Uhr im ITZ Informationstechnologie-Zentrum Rhein/Maas GmbH versammelt haben. Zuvor haben sie zusammen mit Workshop-Leiter Frank Oellers bereits eine Führung durch die Firma gemacht. Jetzt sollen sie ihr Projekt, das sie sich selbst ausgesucht haben, mit Hilfe eines Schaltplanes zusammenbauen. Darauf sind die einzelnen Komponenten wie Dioden, Widerstände, Sensor oder Kabel eingezeichnet. Die Schüler sollen den Plan nun auf dem Steckbrett nachbauen. Frank Oellers gibt noch ein paar Tipps: „Bei den Dioden müsst ihr auf die unterschiedlichen Beinchen achten. Das kürzere ist die Kathode, der Minuspol, und das längere ist die Anode, der Pluspol. Die müssen richtig gesteckt werden. Beim Temperaturfühler müsst ihr auf die richtigen Zahlen achten, damit er auch funktioniert.“

Dann legen die sechs Schüler los. Marie Slezberg ist bei ihrem Temperaturfühler voll bei der Sache. „Ich habe schon öfter Programmierkurse besucht”, sagt sie. „In der Schule haben wir auch AGs. Die haben aber wegen Corona nicht stattgefunden. Meine Mutter hat mich auf den Kurs aufmerksam gemacht. Ich kann mir vorstellen, so etwas auch beruflich zu machen.“

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Auch Jonas Böhm denkt über seine Berufswahl nach. „Im nächsten Jahr machen wir in der Schule ein Praktikum. Ich wollte einmal sehen, welche Berufsfelder etwas für mich sind”, sagt er. Er hat sich für den Bau einer Alarmanlage entschieden. Auch Sinan Serin möchte in diesem Bereich einmal reinschnuppern: „Ich bin generell technisch interessiert. Da hat meine Mutter mich auf den Kurs aufmerksam gemacht”, sagt er.

Nach dem Stecken steht das Programmieren der Projekte an. Frank Oellers verteilt Karteikarten. „Eure Aufgabe ist es, die Karteikarten in einen sinnvollen Prozessablauf zu bringen. Dabei könnt ihr euch an dem Prinzip Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe orientieren”, erklärt er.

„Womit fangen wir an?”, fragt er nach. „Mit der Auswahl der Komponenten”, hat Marie die richtige Antwort. Dann beginnen die Schüler, ihre Karten zu sortieren. Im nächsten Schritt geht es an die Umsetzung. Auf der Rückseite der Karten steht der jeweilige Programmiercode, der nun in das Programm eingegeben werden muss. Dabei kommt es auf jede Silbe, jedes Zeichen an. „Wir machen das jetzt seit gut zwei Jahren zusammen mit dem zdi-Zentrum. Es ist für die Schüler eine tolle Gelegenheit, sich beruflich zu orientieren und zu schauen, ob der MINT-Bereich etwas für sie ist. Und es ist eine gute Chance für einen ersten Kontakt zu unserem Unternehmen”, sagt Frank Oellers. „Wir möchten den MINT-Bereich gezielt fördern. Wir gehen in Schulen, aber bieten auch freie Kurse innerhalb des Sommercamps”, erklärt Ricarda Sybertz, Projektmanagerin der Wirtschaftsförderung WFMG.

Das Sommercamp hat noch für einzelne Veranstaltungen freie Plätze. Info unter: mgconnect.de/sommer-camp-2021/