1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: So wird der Bauhaus-Fachmarkt an der Odenkirchener Straße

Neueröffnung in Mönchengladbach : So wird der neue Bauhaus-Fachmarkt

Einen Monat vor der Eröffnung des neuen Fachmarktes an der Odenkirchener Straße laufen im Inneren noch die Arbeiten. Viele Arbeitsplätze entstehen neu – auch für Beschäftigte, die gerade erst ihren Job verloren haben.

Hammerschläge, die auf Metall treffen; Sägen, die Holz schneiden und anderes Geräusch von Baumaschinen und Werkzeugen – mit solchen Klängen darf man in einem Fachmarkt für Baubedarf durchaus rechnen. An der Odenkirchener Straße ist es aber derzeit der Markt selbst, an dem noch Handwerker und Monteure arbeiten. Und auf den in Mönchengladbach viele Menschen warten, weil damit eine seit einigen Jahren weitgehend leer stehende Brache verschwindet und wieder Leben einzieht: Die Kette Bauhaus eröffnet am 6. August ihren neuen Fachmarkt an der Odenkirchener Straße auf just dem insgesamt 26.000 Quadratmeter großen Areal, das nach der Insolvenz der Baumarkt-Kette Praktiker seit 2013 leer stand – abgesehen vom benachbarten Aldi-Discounter, der aber ebenfalls in einen Neubau auf dem Gelände umgezogen ist.

Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen in dem Neubau, in dem es künftig auf 13.000 Quadratmetern Verkaufsfläche rund 160.000 Produkte in 15 Fachabteilungen zu kaufen geben wird. Davon sind 3800 Quadratmeter für die Fachabteilung mit Namen „Stadtgarten“ vorgesehen. Rund 200 Handwerker und Fachleute arbeiten in dem Gebäude täglich auf den Start hin. Seit einiger Zeit rollen den Bauhaus-Angaben zufolge täglich rund 50 Lkw mit etwa 1000 Paletten an, die Baumaterial und zu verkaufende Ware anliefern. Viele der Regale aus den orangefarbenen Traversen (die eine Gesamtlänge von 26 Kilometer haben) sind bereits montiert, aber noch nicht alle. Die ersten Produkte, die in den Regalen fertig zum Verkauf eingeräumt waren, das waren Grills und Klimageräte, wie Geschäftsleiter André Koenen bei einem ersten Rundgang für Gäste verrät. Sommer eben. Koenen wechselt als Leiter des Aachener Fachzentrums der Kette nach Mönchengladbach – wo er geboren ist und auch lebt. Er leitet den neuen Fachmarkt mit seinem Stellvertreter Michael Höfels.

  • Aus dem Real-Markt in Tönisvorst wird
    Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten : Globus übernimmt Real-Markt in St. Tönis
  • Maredo an der Kö in Düsseldorf.
    Steakhaus-Kette aus Düsseldorf : Maredo kommt zurück - Investor kauft Markenrechte
  • Die Filiale von C&A liegt bisher
    Filiale wird geschlossen : C&A zieht sich aus Xanten zurück

„Wir waren mit Bauhaus schon einmal in Mönchengladbach vertreten“, sagt Linda Korinth, Geschäftsführerin Bauhaus Rheinland. Dabei handelte es sich um einen Markt ganz in der Nähe, der aber deutlich kleiner war als der heutige. „Wir freuen uns, nach 25 Jahren wieder nach Mönchengladbach zurückzukehren“, sagt Korinth. Ein Auszubildender von damals sei heute im neuen Markt als Wareneingangsleiter eingestellt.

70 Mitarbeiter werden in dem neuen Markt beschäftigt sein, davon werden 55 Stellen neu geschaffen. Dabei handelt es sich um Verkäufer, Handwerker, Fachleute. Einige davon haben erst kürzlich durch die Schließungen von Karstadt und Real in Rheydt ihre Arbeitsplätze verloren, sie haben nun eine neue Perspektive. Sieben weitere neue Beschäftigte sind ehemalige Langzeitarbeitslose, die in Kooperation mit dem Jobcenter (und dazu gehört eine fachliche Begleitung wie auch eine finanzielle Förderung für den Arbeitgeber) nach langer Zeit eine neue Anstellung finden. „Ich freue mich darüber und bin überrascht, wie gut das funktioniert“, sagt Geschäftsleiter André Koenen. In diesem Beschäftigungsmodell werden die ehemals Langzeitarbeitslosen auf den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet mit dem Ziel, dass sie nachher auch übernommen werden, wenn die Förderung ausläuft. Alle neuen Mitarbeiter werden seit einiger Zeit auf ihre neue Aufgabe vorbereitet, in mehr als 500 Schulungen sind sie bereits gecoacht worden. Preisschilder werden von Hand geschrieben.

Auf dem Dach wird eine 660 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage installiert mit einer Nennleistung von 135 Kilowatt peak (kWp), wodurch der Energiebedarf in Teilen abgedeckt werden kann. Außerdem werden weitere Teile des Dachs begrünt oder bestehen aus Tageslichtzonen, damit im Inneren möglichst wenig Beleuchtung benötigt wird.

Bauhaus verspricht in dem Markt eine „hohe Kompetenz und Sortimentstiefe“ nebst Montageservice. Handwerksbetriebe werden mit eingebunden, die auf Wunsch die gekaufte Ware beim Kunden montieren.