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Mönchengladbach: So ist der Töpfermarkt an diesem Wochenende (2./ 3. Juli)

Veranstaltung in Mönchengladbach : Keramik in allen Varianten beim Töpfermarkt

Die Sturmschäden wurden rechtzeitig beseitigt. So können Besucher an diesem Wochenende (2./ 3. Juli) vor der Kulisse von Schloss Rheydt den Töpfermarkt und das vielfältige Angebot der 46 Aussteller erkunden.

Eine halbe Stunde vor Beginn des Töpfermarktes werden noch die sturmzerfetzten Äste einer Kastanie auf dem Turnierplatz zurückgeschnitten. Ohne diese Aufräumarbeiten der Stadttochter Mags hätten die Keramiktage wegen der Sturmschäden wohl kaum stattfinden können, versichert Christian Spormann vom Organisationsteam. So aber sind aber die Voraussetzungen geschaffen für ein entspanntes Flanieren, Entdecken und Schauen.

Die auf Wunsch der Keramiker um eine Stunde vorverlegte Öffnungszeit kommt offenbar auch bei den Besuchern gut an, wie das früh einsetzende Treiben beweist. Unter insgesamt 46 Ausstellern sind viele vertraute, aber auch etliche an diesem Ort zuvor unbekannte Kunsthandwerker zu finden. Das Angebot umfasst wieder ein breites Spektrum von der Gebrauchskeramik über Schmuck sowie Dekoration für Haus und Garten bis hin zu Kunstobjekten. Elegante Formensprache trifft auf rustikale Spielarten und witzige Akzente.

„Hier stellen nur Profis aus, die ausschließlich eigene Produkte anbieten und nichts dazu kaufen. Das ist Kunsthandwerk pur“, betont Spormann den Qualitätsanspruch. Zum zweiten Mal ist der Töpfermarkt zum Schutz der Wallanlagen auf die drei Höfe des Schlossgeländes reduziert. Anders als im Vorjahr wurde diesmal die Zahl der Aussteller nur ein wenig verringert, um ein vorteilhafteres Platzangebot zu schaffen. „Das bewährt sich, alle sind entspannt“, kommentiert Silvia Meisen vom Besucherservice die Entscheidung.

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Im Vorhof lockt unter anderem Andile Schöllhorns Stand mit dünnwandigen Schalen und Vasen in eleganten Formen. In ihren Arbeiten gelingt die Symbiose von modernem Design mit den klassischen Porzellanfarben Blau und Weiß. Bei einigen Vasen sind Motive von afrikanischen Stammesfrauen in traditioneller Bekleidung in feiner Schattierung mit dem Pinsel aufgetupft. Gleich nebenan zeigt die Bielefelderin Stephie Ahn experimentelle Keramik in reizvollen Kombinationen mit rostigem Stahl und zuweilen auch Treibholz. Sie sei zum dritten Mal dabei und begeistert vom Ambiente und der Organisation, so die Keramikerin, die aus der Bildhauerei kommt.

Die Viersenerin Christine Möhring lässt sich in ihrer Arbeit von Meerestieren inspirieren. Ihre Werke muten durchweg dynamisch an. Über assoziative Anklänge an versteinerte Fundstücke bezieht die Künstlerin das Thema Zeit ein. „Für mich zählen diese Kunstobjekte zu den Highlights“, sagt Besucherin Carmen Nickel begeistert. Zu ihren Favoriten zählt sie ebenso Andrea Bielicki-Helms „Nackte Keramik“ mit archaischer Ausstrahlung in warmer Farbgebung. Der Name deutet auf das eingeritzte Linienspiel verschlungener, nackter Leiber hin. Dezent eingearbeitete Goldbeigaben glänzen in der Sonne. Sie sei immer wieder gerne dabei, versichert Bielicki-Helms bei ihrem siebten Gastspiel in Rheydt.

„Mein Highlight sind die Leute, die wiederkehren“, sagt Nils Loscheider, stellvertretender Museumsleiter, mit Blick auf Aussteller und Besucher. Es gefalle ihm, in den Produkten der wiederkehrenden Kunsthandwerker neben Vertrautem neue Varianten zu entdecken. In der Auswahl der Caterer hatten die Veranstalter ebenfalls Wert auf Handwerk gelegt. Beim Foodtruck „Vitalfood“ hängen zum Beispiel prall gefüllte Netze mit noch ungeschälten Kartoffeln für die damit garantiert frische Zubereitung. Es gibt besonderes Eis und spezielle Kaffeegetränke.

Info Der Töpfermarkt, Schlossstraße 508, Mönchengladbach, ist am Sonntag, 3. Juli, noch bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.