Mönchengladbach: So funktioniert der „Lebendige Adventskalender“ in St. Benedikt

Advent in Mönchengladbach : So funktioniert der „Lebendige Adventskalender“ in St. Benedikt

Menschen laden im Advent zu einer Art Nachbarschaftstreffen vor ihren Häusern ein. Wenn genug mitmachen, entsteht so ein Adventskalender, der an jedem Tag ein Törchen öffnet.

Was in einigen Gemeinden der Stadt seit Jahren Tradition ist, planen und organisieren andere Stadtteile und Dörfer neu; und wird auch immer beliebter: „Der lebendige Adventskalender“. Evangelische und katholische Pfarrgemeinden, oder gemeinsam mit einer anderen christlichen Konfession, dann als ökumenische Gemeinde, beginnen diese Art von „Kirche draußen“ oder „Nachbarschaftstreffen im adventlichen Rahmen“ aufzubauen, zu organisieren und dazu einzuladen. Mittlerweile haben sich Seniorenheime, Schulen Kindergärten und Nachbarschaften angeschlossen.

Wie funktioniert das? Zu einer bestimmten Uhrzeit im Advent, in der Regel am frühen Abend, kommen Menschen eines Stadtteils zu einem täglich neuen und vorher bestimmten Ort. Hier finden sie ein Haus mit einem geschmückten Fenster, einer bunten Eingangstür und einem Stern mit Tagesdatum. Es treffen sich Freunde, Nachbarn und Bürger des Viertels, um Adventslieder zu singen, Geschichten und Gedichte zu hören. Bei einem Glühwein, Punsch, einem Tee oder Kaffee, auch mit kleinem Gebäck, kommt man später ins Gespräch.

Was soll das bewirken? Claudia Jennes und Bettina Wefers vom Pfarreirat der Pfarrei St. Benedikt hatten schon im vergangenen Jahr die Idee aufgegriffen. Dieser erste „Lebendige Adventskalender“, gemeinsam mit den ehemals selbstständigen Pfarren in Holt, Speick und Westend, war erfolgreich, so dass für diese Jahr neu geplant werden konnte. Bettina Wefers: „Ab Montag laden unsere Gastgeber zu einer kleinen Adventsfeier ein. Sie öffnen sozusagen ein ,Törchen‘ für die Gemeinde. Treffen werden sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Später wird einfach etwas geklönt. Man soll sich näher kommen. Man gehört zusammen.“ Grundsätzlich sollen die Zusammenkünfte vor den Häusern unter freiem Himmel stattfinden, je nach Wetterlage bieten sich aber auch Garagen, Terrassen, der Garten oder der Hof an.

Der Ablauf Insgesamt sind die Menschen 45 bis 60 Minuten beisammen. Bettina Wefers: „Etwa eine halbe Stunde davon singen wir weihnachtliche Lieder und hören Geschichten und Gedichte.“  Jeder ist ohne Anmeldung willkommen. Mitzubringen sind ein Becher, eine Taschenlampe, wetterfeste Bekleidung und die Bereitschaft, den Advent etwas anders zu erleben. Die vorweihnachtlichen Tage sollen ein wenig von Kirche unterwegs vermitteln und, was wichtig ist, Nachbarschaften im Viertel und die christliche Gemeinschaft fördern. Das Programm für den „Lebendigen Adventskalender“ wird meistens auf der Website einer Gemeinde angekündigt, auf der Adressen und Uhrzeiten angegeben sind. In diesem Fall: www.st.benedikt-mg.de