Mönchengladbach: Sicherer Straßenübergang am Stapper Weg in Planung

Verkehrssicherheit : Gefährliches Überqueren am Stapper Weg

Ein sicherer Straßenübergang zwischen Aldi und Lidl ist geplant. Eine Finanzierung ist noch unklar.

Wer zu Aldi oder Lidl in Odenkirchen am Stapper Weg mit dem Bus fährt, hat ein Problem: Die Straßenseite muss gewechselt werden, um ab der Haltestelle „An den Fichten“ wieder zurück zu fahren – einen gesicherten Übergang gibt es an der Stelle nicht. Obwohl der Stapper Weg nur zweispurig ist, herrscht dort oft lückenloser Verkehr. Die Anwohner und die Kunden der Supermärkte müssen beim Überqueren der Straße besonders vorsichtig und geduldig sein. Eine Ampel befindet sich in beide Richtungen erst mehrere hundert Meter entfernt. „Die Straße ist an der Stelle teilweise nur etwa sieben Meter breit, so dass für Passanten kein Platz bleibt, wenn sich Fahrzeuge begegnen“, sagt Rolf Flören. Für die Linke Liste Odenkirchen (LiLo) hat er im September eine Unterschriftensammlung an Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners gerichtet. „Verwaltung und Politik sind gefordert, für einen sicheren Übergang zu sorgen.“

Dabei habe es für die Angelegenheit bereits vor vier Jahren einen Prüfauftrag aus der Bezirksvertretung gegeben, sagt Süd-Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann (SPD): „Das Thema ist schon lange in Planung.“ Als Verkehrssicherheitsmaßnahme soll ein sicherer Übergang realisiert werden. „Der Fachbereich Stadtentwicklung und Planung hat eine entsprechende Planung fertiggestellt, die die beiden Discounter über den Stapper Weg mit einem beleuchteten Zebrastreifen verbindet“, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten.

Allerdings sei die Finanzierung der Maßnahme noch nicht gesichert. „Entsprechende Mittel sind im Haushaltsentwurf für die Jahre 2019/2020 nicht enthalten“, so Rütten. Die Einrichtung des Übergangs gestaltet sich kostspielig, da die Busspur auf der Straßenseite von Aldi nach hinten verlegt werden muss, um den Verkehr an der Stelle zu entschleunigen, erklärt Gersmann: „Man kann von 40.000 bis 50.000 Euro ausgehen. Damit wäre die allgemeine Haushaltsstelle Verkehrssicherheit schnell erschöpft.“

Immerhin: Die Geschäftsführer der Discounter Aldi und Lidl sollen über eine finanzielle Beteiligung nachdenken. Gerald Artkämper aus der städtischen Verkehrsplanung sagt: „Wir hoffen auf eine Umsetzung Anfang des kommenden Jahres.“

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