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Mönchengladbach: Sibylla Meyersieck wird 100 Jahre alt

Geburtstag in Mönchengladbach : Familie will zum 100. Geburtstag aus dem Auto gratulieren

Sibylla Meyersieck wird am Dienstag 100 Jahre alt. Eine große Feier ist nicht möglich, die Familie hat aber einen Plan, wie sie gratulieren möchte.

Nur einmal hat Sibylla Meyersieck ihre Heimatstadt für längere Zeit verlassen. Das war im Zweiten Weltkrieg, als die Bomben fielen. 1953 kehrte sie zurück nach Mönchengladbach und baute mit ihrem Mann in Odenkirchen ein Eigenheim, in dem sie bis heute noch lebt. Mit Hilfe ihrer Kinder und einer Pflegekraft bewältigt sie ihren Alltag und behält ihren Haushalt im Blick.

„Sie schaut immer, ob genug Gemüse, Obst oder andere Dinge im Haus sind“, sagt Tochter Brigitte Harbers. Mehrfach in der Woche besucht sie mit ihrer Schwester, die auch in der Nähe wohnt, ihre Mutter. Sibylla Meyersieck sehr und hat meistens auch schon einen Plan, wohin dan ein Ausflug gehen soll. Am liebsten geht sie in ein Gartencenter. „Dort sind wir schon bekannt“, sagt Brigitte Harbers. „Wenn wir kommen, sind der Kaffee und die Waffeln schon bereit.“

Sibylla Meyersiek hat eine positive Einstellung zum Leben. Auch wenn sie mit Schicksalsschlägen konfrontiert wird, wie dem Tod ihres Mannes nach 65 Ehejahren, versucht sie, sich nicht unterkriegen zu lassen. Familie steht bei ihr an erster Stelle. Zeit ihres Lebens lebte sie mit ihrer Mutter zusammen und kümmerte sich um sie und war auch für ihre fünf Kinder immer da. Inzwischen ist sie stolze Großmutter von zwölf Enkeln und Urgroßmutter von 15 Urenkeln.

Gerne ist sie früher mit Mann und Kindern gereist. „Ich erinnere mich, dass wir 1960 mit sieben Mann und zwei Zelten mit dem Auto nach Spanien gefahren sind“, sagt Brigitte Harbers. Aber auch der Schwarzwald war ein beliebtes Ziel. Zeitung zu lesen oder die Nachrichten um 20 Uhr zu schauen, ist Sibylla Meyersieck sehr wichtig. Sie schaut sich auch gerne Skispringen oder Biathlon an. Gerne würde ihre Familie groß mit ihr feiern. Weil das zur Zeit nicht möglich ist, möchte die Familie für ihre Oma einen kleinen Autokorso organisieren. Den kann sie am Fenster verfolgen, und so sind doch ihre Lieben bei ihr.