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Mönchengladbach: SEK-Einsatz bei aggresivem Waffenbesitzer

Waffenbesitzer randalierte : Vier Stunden Ausnahmezustand in Eicken

Laut Polizei hatte alles mit einem Streit unter Familienmitgliedern begonnen. Am Ende konnte ein aggressiver 58-jähriger Mann, der legal über mehrere Waffen verfügte, unverletzt in Gewahrsam genommen werden.

Ein aggressiver, alkoholisierter Waffenbesitzer hat am Samstagnachmittag in Eicken einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst: Straßen wurden abgeriegelt. Menschen mussten in ihren Häusern bleiben oder durften nicht zurück zu ihren Wohnungen. Wer zu Hause war, sollte sich von den Fenstern fern halten. Mehr als vier Stunden lang herrschte Ausnahmezustand rund um die Bökelstraße.

Gegen 14 Uhr hatte die Polizei Kenntnis darüber erhalten, dass ein Mann in alkoholisiertem und äußerst aggressivem Zustand ein Mitglied der Familie verbal massiv bedroht hatte. Die Frau konnte aus dem Haus flüchten. Die Polizei versuchte, zu dem Mann Kontakt aufzunehmen. Doch vergeblich. Nach Informationen der Polizei hatte der 58-Jährige in der Wohnung Zugriff auf mehrere angemeldete Waffen und Munition. Sein Zustand wurde als unberechenbar eingestuft.

Die Polizisten sicherten das Haus und die Umgebung weiträumig. Da von dem Mann Gefahren für die Nachbarn und die Menschen, die sich in der Umgebung befanden, ausgehen konnten, wurde entschieden, ein Spezialeinsatzkommando hinzuziehen. Um 18.40 Uhr verschafften sich die SEK-Kräfte Zugang zur Wohnung und konnten den Mann widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Niemand wurde verletzt. Es entstand Sachschaden an einer Innentür.

Das Ordnungsamt und ein  Amtsarzt wiesen den 58-Jährigen in eine psychiatrische Klinik ein.

Polizisten fanden mehrere Langwaffen und Munition in der Wohnung und stellten diese sicher. Wie Polizeisprecherin Cornelia Weber sagte, ist der Mann nicht polizeibekannt. Ihm droht nun eine Strafanzeige wegen Bedrohung.

(gap)