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Mönchengladbach: Schulhöfe sollen für Sport nutzbar werden

Konzept für Mönchengladbach gefordert : Schulhöfe sollen zu Sport-Plätzen werden

Können auf nach Schulschluss verwaisten Flächen Vereine und Einzelsportler trainieren? Die Ampel-Kooperation im Rat hat beschlossen: Die Stadt soll das jetzt mal prüfen.

Morgens und am Nachmittag für Schüler, abends für Vereine und Sportler – eine solche Nutzung von Schulhöfen in der Stadt kann sich die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP im Rat für Mönchengladbach vorstellen. Darum sollen Stadtverwaltung und Stadtsportbund einmal überlegen, ob und wie eine Öffnung von Schulhöfen für Vereine und „Urban Sports“ möglich ist. Dieses Ansinnen hat die Ampel in den vier Bezirksvertretungen bereits vorgebracht, am Mittwoch, 16. März, sollen sich die Politiker im Sportausschuss des Rates damit befassen.

Die Ampel beruft sich bei diesem Vorstoß auf das Programm „Soziale Stadt“. Das lege schließlich „großen Wert darauf, die Erlebnis- und Bewegungsräume für Kinder und Jugendliche verstärkt zu fördern, besondere und inspirierende Spielangebote zu schaffen und auch die Schulhöfe als vielseitige Erlebnis- und Bewegungsräume zu entwickeln“. Womöglich könnten Sportvereine sogar nahtlos mit Bewegungsangeboten an die Angebote für Schüler im Offenen Ganztag anschließen.  Zudem, so begründet die Ampel ihren Vorstoß weiter: Die für Sportvereine verfügbaren Nutzungszeiten  in den Sporthallen in der Stadt seien arg knapp.

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Grundsätzlich abgeneigt, in diese Richtung zu arbeiten, ist die Stadtverwaltung offenbar nicht. Die Schulsportanlage der Grundschule Holt und das Basketballspielfeld am Rheydter Hugo-Junkers-Gymnasium  seien bereits für die Allgemeinheit geöffnet, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. In diesen Fällen habe man sicherstellen können, dass diese Anlagen außerhalb der Nutzungszeiten abgeschlossen werden können. „Dazu kommen auch noch generell offene Gelände, zum Beispiel die Schulsportanlage im Schulzentrum Rheindahlen, wo selbstverständlich außerhalb der schulischen Nutzung die Öffentlichkeit diese Anlagen nutzen kann“, erklärte die Sprecherin weiter. Dort seien 2021 mehr als  300.000 Euro in die Sanierung und Aufwertung der Anlage aus Mitteln des Förderprogramms „Gute Schule“ investiert worden.

Mit dem verlässlichen Schließdienst ist ein Problem angesprochen, das auch die Ampel in ihrem Prüf-Antrag beschäftigt. Sie hätte gerne die Bedingungen geklärt, unter denen eine Öffnung der Schulhöfe als Bewegungs- und Sozialraum realisierbar ist: Wie kann die Sauberkeit und womöglich auch eine Nutzung der Toiletten gewährleistet werden? Wer schließt Anlagen auf und ab?  Muss sich eine Sporthalle auf dem Schulhofgelände befinden, um Umkleiden nutzen zu können? Welche Zeiten können bedient werden? Welche Schulhöfe sind geeignet? Auf alle diese Fragen erhofft sich die Ampel Antworten.

Der Stadtsportbund wolle sich dem gemeinsamen Nachdenken nicht verschließen, sagt sein Geschäftsführer Johannes Gathen. Dass Kinder auf Schulhöfen spielen, laufen oder springen sorge für Bewegung und sei gut. Wie allerdings  Angebote aussehen könnten, bei denen es dezidiert um Sport gehe, müsse genau überlegt werden. „Wie sieht es da beispielsweise mit der Aufsicht aus?“, fragt Gathen. Er sagt aber auch: „Wir sind offen, uns mit an den Tisch zu setzen und mit zu überlegen.“