Mönchengladbach: Schulfahrt mit Queen-Begegnung vor 50 Jahren

Goldenes Klassentreffen in Mönchengladbach : Klassenfahrt mit Queen-Begegnung vor 50 Jahren

Ehemalige Schüler trafen sich mit ihrer Lehrerin im Gymnasium an der Gartenstraße, wo sie viel zu berichten hatten.

Während die Schüler des Gymnasiums an der Gartenstraße gerade ihre Abiturprüfungen schrieben, bekam die Schule jetzt besonderen Besuch: Dorothea Hoelper, von 1963 bis 1976 Englisch- und Sportlehrerin in Rheydt, sowie 14 ehemalige Schülerinnen und Schüler, die vor 50 Jahren an diesem Gymnasium ihre „Reifeprüfung“ abgelegt haben.

„Entschuldigung, aber wer bist du nochmal? – Klar, wie konnte ich dich nicht erkennen!“, hallte es durch den Eingangsbereich, wo Schulleiter Michael Meyer wartete, um die Gruppe durch das Gebäude zu führen. Doch vorher ging es erst einmal in die Bibliothek zum Austausch von Erinnerungen. Schließlich hatten sich die Ehemaligen, die sich zum Teil sehr lange Zeit nicht gesehen hatten, viel zu erzählen. Was heute die Schulbibliothek ist, war zu Dorothea Hoelpers Zeiten noch die Schulleiterwohnung.

Und so sehen die ehemaligen Schüler heute aus. Schulleiter Michael Meyer (l.) war damals allerdings nicht dabei. Foto: Isabella Raupold

Die Stimmung war ausgelassen. Für die meisten fühlte es sich nicht an, als wären bereits 50 Jahre vergangen. Auch die Erinnerung an die gemeinsame Schulzeit war noch frisch. „Am besten gefallen hat mir unsere Klassenfahrt nach London. Das war etwas ganz Besonderes“, schwärmte Lehrerin Dorothea Hoelper. „Damals war es sehr unüblich, Fahrten ins Ausland zu machen. Bei unserem Picknick in Windsor ist sogar die Queen an uns vorbeigelaufen, und wir konnten ihr zuwinken – das muss man sich mal vorstellen!“ In den Gesprächen stellte sich heraus, dass viele Ex-Schüler von Hoelpers Unterricht so geprägt wurden, dass sie sich selbst für den Lehrberuf entschieden. Viele hatten den Kontakt verloren, einige haben Freundschaften gepflegt – zwei der ehemaligen Klassenkameraden haben sogar geheiratet.

Initiiert wurde das Klassentreffen zum goldenen Jubiläum von Hoel-per und drei weiteren Schülern. Für sie war die Klasse immer etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil sie „so brav und motiviert war“, wie die ehemalige Lehrerin sagte. Zum anderen gehörten viele von ihnen zu den ersten Realschülern, die nach ihrem Abschluss das Gymnasium besuchen durften. Außerdem war der Abschlussjahrgang von 1969 der erste, in dem auch Männer das Gymnasium an der Gartenstraße besuchen durften, das vorher eine reine Mädchenschule war. „Etwa 50 Jungs auf über Tausend Mädchen – davon schwärmen sie noch heute“, scherzten Schulleiter Michael Meyer und Dorothea Hoelper.

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