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Mönchengladbach: Schüler werden zu Film-Produzenten im Museum Abteiberg

Medienprojekt in Mönchengladbach : Schüler werden zu Film-Produzenten

Gedreht wird nicht in der Schule, sondern im Museum Abteiberg. Dort haben sich die Schüler vom Gymnasium am Geroweier von der Künstlerin Andrea Bower inspirieren lassen.

Die Gruppe um Melinda Teixeira-Gomez hat noch einiges auf ihrer Agenda. „Wir haben gestern das Skript fertig gestellt. Heute steht dann der Dreh an“, erzählt die Schülerin des Gymnasiums am Geroweier. Sie haben sich von dem Piratenschiff der Künstlerin Andrea Bowers inspirieren lassen und wollen mit einem Film aber auch mit Tonaufnahmen einen Vergleich der heutigen Gesellschaft mit den Piraten der damaligen Zeit ziehen.

„In der ersten Szene wird es um die Verschmutzung der Weltmeere gehen. Um das Wasser zu symbolisieren, filmen wir draußen den Springbrunnen. In der zweiten Szene stellen wir die Natur der Industrie gegenüber “, erzählt die Schülerin. „Wir sehen durch das Projekt den Aufwand, der hinter so einer Produktion steckt. Unser Film wird ja zum Schluss nur ca. drei Minuten dauern. Aber wir arbeiten schon die ganze Zeit daran“, erklärt sie.

In einem anderen Raum ist der Dreh schon in vollen Gange. Anna Wirges und ihre drei Schulkameradinnen behandeln unter anderem das Thema Diskriminierung. „Wir haben für jedes Thema einen Protagonisten. Er trägt eine Maske. Immer tauchen aus dem Hintergrund Hände auf, die helfen wollen, die Maske abzulegen und dagegen anzukämpfen“, erzählt Anna Wirges und zeigt das ausgearbeitete Skript, wo jede Szene gezeichnet und beschrieben ist.

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Schulleiter Christian Dern und die Direktorin des Städtischen Museums Abteiberg Susanne Titz sind begeistert von dem Projekt und haben gerne zugesagt, als die Anfrage von der Stadt kam. „Ich finde es als Schulleiter faszinierend, das hier Unterricht an einem anderen Ort stattfindet. Es ist ein kreativer Ort. Die Schüler haben Spaß am lernen“, sagt er. „Toll, dass das Museum genutzt wird. Es ist ein Haus, in dem mehr passiert als nur zu gucken, es ist auch ein guter Arbeitsplatz für Schüler“, erklärt Susanne Titz.

Kamerafrau Nora Daniels und Kilian Kuhlendahl von Kulturcaster des jfc Medienzentrum e.V. begleiten die Schüler. „Es ist das erste Projekt mit einer Schule. Normalerweise melden sich die Jugendlichen selbst an. Wir setzten die Gruppen dann je nach Vorkenntnissen zusammen“, erzählt der Medienkünstler. „Wir helfen da, wo wir gebraucht werden. Die Schüler sollen ihre Projekte frei gestalten. Ziel ist es, die Mediencamps an kulturellen Orten anzubieten und die Jugendlichen an diese Orte zu bringen“, erklärt er.

Henrike Robert betreut das Projekt freiberuflich. „Die Schüler haben vor Corona mit Andrea Bowers zusammengearbeitet. Während Corona haben wir andere Formate wie Zoomkonferenzen entwickelt, um in Kontakt zu bleiben. Nach den Ferien hat sich dieses Projekt angeboten“, sagt sie.