Mönchengladbach: Schüler messen den Feinstaub in der Stadt

Bildung in Mönchengladbach: Schüler messen Feinstaub

Die Hochschule kooperiert mit dem Hugo Junkers Gymnasium. Im Unterricht soll anhand von naturnahen Projekten das Programmieren gelernt werden.

Programmieren ist keineswegs nur etwas für sogenannte Nerds. Es kann auch ganz naturnahe Projekte anstoßen. Den Beweis dafür wollen das Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach und die Hochschule Niederrhein künftig gemeinsam antreten. Aus diesem Grund haben Schulleiter Thorsten Petter und Dekan Professor Siegfried Kirsch jetzt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Diese sieht eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Bildungsinstitutionen im Bereich der Informatik vor.

Geplant sind Workshops mit dem Minicomputer Raspberry-Pi im kommenden Januar. Dabei sollen moderne Internet-of-Things-Themen im Vordergrund stehen. „Die Schülerinnen und Schüler sollen mit unserer Mithilfe die Keimzelle eines Umweltdatennetzwerkes Mönchengladbach aufbauen“, sagt Professor Claus Brell, der bereits zahlreiche Schüler-Workshops durchgeführt und die Kooperation maßgeblich initiiert hat.

So sollen Feinstaubdaten gemessen werden, die dann von allen Mönchengladbacher Bürgern über das Internet eingesehen werden können. Außerdem ist geplant, Unterrichtsfächer wie Biologie und Informatik in den Workshops zu verbinden. Hier sollen die Schüler lernen, wie Informatik lebensweltliche und emotional positiv besetzte Fragestellungen wie die Pflege von Honigbienen oder Gartenpflanzen unterstützen kann. „Unsere Erfahrungen aus dem Girls-Day-Angebot zeigen, dass auf diese Weise mehr Mädchen für MINT-Berufe interessiert werden können“, sagt Brell.

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Wie bei den meisten Projekten sollen einfache und preiswerte Hardware-Komponenten genutzt werden. Für die Materialien werden noch Mönchengladbacher Unternehmen gesucht, die die Vorhaben mit einer Spende an die Schule unterstützen.

„Unsere Studierenden werden durch den gegenseitigen Transfer und durch die Mitwirkung an den gemeinsamen Projekten profitieren“, sagt Dekan Professor Siegfried Kirsch. Schulleiter Petter sieht die Transferchancen ebenso in der Persönlichkeitsentwicklung seiner Schüler. „Sie lernen die Projektarbeit in der Hochschule Niederrhein kennen und werden aus ihrer Komfortzone herausgeholt – eine wichtige Erfahrung für das Studium und das Arbeitsleben“, sagt der Schulleiter über das Projekt.

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