Mönchengladbach: Schrittweiser Ausbau der Gesamtschulen

Mönchengladbach : Schulausschuss sorgt für mehr Gesamtschulplätze

CDU und SPD stellen im Ausschuss Maßnahmenpaket vor. Geschwister-Scholl-Realschule soll auf drei Züge erweitert werden.

Die Ratsmehrheit aus CDU und SPD hat in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses ein Maßnahmenpaket – bestehend aus vier Aufgaben – entwickelt und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Der erste Punkt beschäftigt sich mit der schnellstmöglichen Erweiterung der Geschwister-Scholl-Realschule an der Aachener Straße auf drei Züge.

Ebenfalls im Fokus des Maßnahmenpakets ist der Standort der Gesamtschule an der Volksgartenstraße. Die in Kürze geplanten Sanierungs- und Brandschutzarbeiten des Schulgebäudes sollen mit einer zweizügigen Erweiterung aller Klassen der Sekundarstufe I einhergehen. Mit dieser Entscheidung wird es mehr Gesamtschulplätze in der Stadt geben. Sie werden dringend benötigt. Während der Arbeiten an der Gesamtschule wird als Ausweichlösung der Schulstandort Karl-Barthold-Weg eingeplant.

Auch die Gesamtschule Rheydt-Mülfort soll auf lange Sicht auf sechs Züge pro Jahrgang erweitert werden. Für die Mehrzügigkeit an Gesamtschulen hatte sich während der Schulausschusssitzung vor allen Dingen SPD-Ratsherr Reinhold Schiffers ausgesprochen. Der durch diese Maßnahme steigende Raumbedarf soll am Schulzentrum Mülfort selbst geschaffen werden. Verschiedene Angebote des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung könnten für den Zeitraum der Baumaßnahmen in das freie Schulgebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße verlagert werden, so dass die Gesamtschule in Teilen in die Räumlichkeiten des Berufskollegs ausweichen kann.

Neben den Planungen zur Gesamtschulerweiterung im Maßnahmenplan soll für die Realschulen an der Niers und Volksgarten möglicher Ergänzungsbedarf geplant werden. Die Raumbedarfe der Gymnasien werden aktuell durch die Verwaltung geprüft.

Allen weiterführenden Schulen der Stadt dürfte der vierte Punkt des Maßnahmenpakets zugute kommen. Auch hier liegt das Augenmerk auf fehlende Raumausstattung. Der weitere Bedarf der Schulen an Differenzierungsräumen soll dabei untersucht werden. Die Schulpolitiker sind mehrheitlich der Meinung, dass Gesamtschulen ab der 5. Klasse und Real- sowie Hauptschulen ab der 7. Klasse über Differenzierungsräume verfügen sollten. In denen sollten homogene Gruppen die Möglichkeit haben, individuell zu lernen. Ende des kommenden Jahres soll ein Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Maßnahmenpakets getroffen werden.

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