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Mönchengladbach: Rolf Königs im Stiftisch-Humanistischen Gymnasium

Unternehmer spricht im Stiftisch-Humanistischen Gymnasium : Rolf Königs erklärt Schülern Gladbachs Textilgeschichte

Der Unternehmer und Borussen-Präsident war bei der Oberstufe des Stiftisch-Humanistischen Gymnasiums zu Gast.

Gebannt saßen die rund 250 Oberstufenschüler des Stiftisch Humanistischen Gymnasiums in der Aula ihrer Schule und hörten Rolf Königs zu. Etwa eine Stunde klärte der Geschäftsführer der Aunde Group und Präsident von Borussia Mönchengladbach die jungen Zuhörer über seine Unternehmensgruppe und deren Werdegang auf.

Zu dem Besuch kam es dank eines Projektkurses Lokalgeschichte, der unter dem Motto „Krise und Heimat“ stand. Eine Gruppe des Projektkurses befasste sich mit der Historie und Krise der Textilindustrie in Mönchengladbach. „Im Unterricht wird meist sehr abstrakt über Geschichte geredet, den Schülern werden nur Fakten präsentiert. Rolf Königs Besuch macht alles etwas greifbarer“, sagte Norbert Blau, der am „Huma“ Geschichte unterrichtet. „Die Abiturienten sind alle noch so jung und können sich das alte Mönchengladbach als Textilhochburg gar nicht mehr vorstellen.“ Blau verband mit dem Besucher auch die Hoffnung, das sein Vortrag motiviere: „Königs zeigt, dass aus einer Krise auch ein Neubeginn werden kann, man kann das Ganze auch als Chance sehen.

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Die Aunde Group wurde 1899 als Tuchhersteller gegründet, zu der Zeit entstanden in Mönchengladbach viele Webereien, Färbereien und Spinnereien. 1960 waren im Umkreis noch 407 Textilunternehmen zu finden, heute sind es gerade einmal 23. Rolf Königs ist seit 1978 für das Unternehmen verantwortlich. Statt Hemden zu produzieren beliefert die Aunde Group nun Automobilhersteller mit Interieur wie Sitzen und Sitzbezügen. „Seid das nächste Mal, wenn ihr im Bus sitzt, vorsichtig. Das sind unsere Sitze“, scherzte Königs.

Auch den Schülern gefiel der Besuch des Unternehmers gut. „Ich fahre oft an dem Firmengebäude vorbei, wusste aber nie so recht, was und vor allem wie groß und bedeutend es wirklich ist“, sagte Nora Werens, die den Projektkurs zum Thema „Krise und Heimat“ besucht hat.

Auch Mandana Bayert fand die Veranstaltung gelungen: „Der Vortrag war sehr interessant, und es ist schön zu sehen, was aus einer erst einmal kleinen Firma gemacht werden kann“, sagte Bayert. „Das kann man sich gar nicht vorstellen. Und auch, dass der Präsident von Borussia Mönchengladbach bei uns an der Schule ist, finde ich cool.“

In einer ersten Version dieses Textes hieß es, Aunde sei als Hemdenschneiderei gegründet worden. Dies trifft nicht zu. Wir haben dies korrigiert.