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Mönchengladbach: Rhenus Lub-Chefs diskutieren mit Oberbürgermeister-Kandidaten

Kommunalwahl in Mönchengladbach : Rhenus Lub-Chefs diskutieren mit OB-Kandidaten

Das Unternehmen in Rheindahlen hält mit seinen hochspezialisierten Schmierstoffen viele wichtige Industrien in Gang. Die OB-Kandidaten Frank Boss (CDU), Felix Heinrichs (SPD) und Boris Wolkowski besuchten den Traditionsbetrieb zu einem Austausch.

Rhenus Lub ist einer der wichtigsten und traditionsreichsten industriellen Arbeitgeber in der Stadt. Der Spezialist für Kühlschmierstoffe und Hochleistungsfette mit Sitz in Rheindahlen ist ein wichtiger Innovationstreiber. „Und wir haben seit 1989, seitdem ich im Unternehmen bin, immer Gewerbesteuer gezahlt“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Max Reiners, was heißt: Das Unternehmen ist auch noch kerngesund. Das hören Politiker wie Frank Boss (CDU), Felix Heinrichs (SPD) und Boris Wolkowski (Grüne) sicher gerne, wo sie doch alle Oberbürgermeister werden wollen und als solche nicht nur die Gewerbesteuern des 1882 gegründeten Unternehmens in Familienhand zu schätzen wissen dürften. Sondern auch dessen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort als ein Unternehmen, das mit seinen Produkten quasi der „Schmierstoff“ wichtiger Industrien ist und der Stadt hochqualifizierte Arbeitsplätze bringt.

29.000 Tonnen seiner Erzeugnisse verkaufte Rhenus Lub im vergangenen Jahr und machte 97 Millionen Euro Umsatz. Von den 270 Mitarbeitern arbeiten 250 am Standort in Rheindahlen. Produziert wird dort in einer der modernsten Fettfabriken Europas, ebenso unterhält Rhenus Lub dort sein eigenes Labor. „Wir haben in der Corona-Pandemie zwar keinen Kunden verloren“, sagt Max Reiners. „Aber wir haben in Teilen auch Kurzarbeit angemeldet.“ Die werde nun nach und nach wieder zurückgenommen. Geschäftsführer Frank Hentrich führte die drei aussichtsreichsten OB-Kandidaten zur Kommunalwahl nach einem gut einstündigen Austausch noch über das Firmengelände.

Das Unternehmen ist aber auch über seine Produktion hinaus in der Stadt engagiert und unterstützt etwa seit sechs Jahren die Beschäftigung einer Oecotrophologin in der Förderschule Nord, die den Schülern dort morgens ein gesundes Frühstück bereitet und als pädagogische Ratgeberin Ansprechpartnerin ist.

Das Interesse des Unternehmens an der Entwicklung der Stadt ist groß, deshalb engagiert es sich etwa auch im Verein Wissenscampus wie vor Jahren auch im Masterplan-Verein. Im Gespräch mit den drei OB-Kandidaten machten Reiners, seine Frau Ursula Reiners, die Tochter Isabella Kleeschulte und die beiden Geschäftsführer Frank Hentrich und Meinhard Kiehl deutlich, wie wichtig die Standortfaktoren für sie sind. Die gute Erreichbarkeit, allein das Bahnhofsumfeld sei enorm wichtig für die Gewinnung neuer Mitarbeiter. „Die Stadt muss attraktiv sein. Es darf nicht nur Logistikzentren geben“, warnte Reiners. Unternehmen bräuchten keine Vorzugsbehandlung, aber Aufgeschlossenheit bei der Stadt.