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Mönchengladbach: Rebellen pflanzen Primeln, statt Schotterwüsten zu bauen

Schotterwüsten im Vorgarten : Rebellen pflanzen jetzt Primeln

Die Frage des Geschmacks steht angesichts steinerner Gärten auf dem einen Blatt. Andererseits bedeuten zunehmend versiegelte Flächen auch weniger Versickerungsfläche und weniger Lebensraum für Tiere.

Über Geschmacksfragen lässt sich schlecht streiten. Dass jemand Beton schöner findet als Blumen, ist anderen schwer bis gar nicht zu vermitteln.

Aber jenseits von ästhetischem Empfinden: Dass Schottergärten und gepflasterte Flächen als Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere nicht taugen, dass immer größere versiegelte Flächen bei starken Regengüssen immer weniger Versickerungsfläche bedeuten, dürfte eher konsensfähig sein.

Naturschützer, Grüne und die Linke haben mehrfach die Stadt aufgefordert, den Schottergärten mit noch mehr Geboten oder Verboten einen Riegel vorzuschieben. Die Stadt verweist auf Festsetzungen bei Bebauungsplänen und wirbt um Einsicht. Wer Aversionen gegen amtliche Verfügungen hat, hat kann nun gleichzeitig seinem Rebellenherz folgen und Sinnvolles für die Umwelt tun. Pflanzt Primeln, Punks!