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Mönchengladbach: Radeln statt Resignieren

Aktion in Mönchengladbach : 2020 Kilometer für Arbeitslose strampeln

Mit der Aktion „Radeln statt resignieren“ möchte die kirchliche Arbeitsloseninitiative im Bistum Aachen ein Zeichen der Solidarität setzen.

(desa) „Sieht einfacher aus als es ist“, sagt OB-Kandidat Felix Heinrichs. Er sitzt auf einem Laufrad und erstrampelt die ersten Kilometer unter dem Motto „Radeln statt resignieren“. Dahinter steckt eine Aktion der kirchlichen Arbeitslosenarbeit im Bistum Aachen: 2020 Kilometer sollen am Ende auf der Tafel stehen, mit denen auf sportliche Weise ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden soll.

Solidarität mit Menschen, die in Deutschland keinen leichten Stand haben: „Mal eben ins Kino, Essen gehen oder in einer Kneipe mit Freunde treffen – das haben viele von uns wegen der Einschränkungen zum ersten Mal erlebt. Für Arbeitslose ist das Alltag“, sagt Kristina Hamm von der kirchlichen Arbeitsloseninitiative. Die Corona-Pandemie habe die Situation für Menschen, die schon lange arbeitslos sind, noch mal verschärft. „Ihre Perspektiven auf Teilhabe haben sich dadurch weiter verschlechtert“, sagt sie. Die kirchliche Arbeitsloseninitiative möchte sich damit nicht abfinden. Sie fördert, begleitet und beschäftigt Langzeitarbeitslose und möchte mit dieser Öffentlichkeitskampagne zeigen, dass Erwerbslosigkeit ein wichtiges Thema ist, das Unterstützer braucht. „Auch wollen wir Betroffenen deutlich machen, dass wir sie nicht alleine lassen“, sagt Hamm.

Der Startschuss der Aktion fiel in Mönchengladbach, wo Boris Wolkowski und Felix Heinrichs in die Pedalen traten. „Eine tolle Aktion. Das Thema steht zu wenig im Fokus“, sagte Heinrichs. Auch Manfred Körber und Matthias Meerbecks, Sprecher des Koordinationskreises kirchlicher Arbeitslosenarbeit, stiegen auf den Hometrainer. „Durch unsere Projekte möchten wir Begegnung, Bildung und Beschäftigung schaffen. Durch Gemeinschaft können wir Einsamkeit besiegen“, sagte Körber.

Info Nicht nur Politiker dürfen in die Pedalen treten, auch Betroffene und Passanten. Am 29. Oktober gibt es ab 10 Uhr auf dem Marktplatz in Viersen die Gelegenheit dafür.