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Mönchengladbach: Projekt „Besser Leben in Rheydt“ bietet Kurse nach Wunsch

Gesundheit in Mönchengladbach : Pariteam bringt Bewegung nach Rheydt

Mit dem Projekt „Besser Leben in Rheydt“ (Beler) will der Paritätische Wohlfahrtverband Erwachsenen in Rheydt zu mehr Aktivität und Entspannung verhelfen. Dabei werden Kurse passgenau auf Gruppen zugeschnitten.

Ein bisschen ist es wie ein Wunschkonzert, was der Paritätische Wohlfahrtsverband mit dem Projekt „Besser Leben in Rheydt“ veranstaltet: Verschiedene Gruppen – etwa die Eltern einer Kita oder Kulturvereine – werden vom Pariteam angesprochen und gefragt, was für Kurse sie gerne einmal machen würden. Und dann organisiert das Team um Sinead Kleikamp und Katrin Stahlhofen den jeweiligen Kurs. Einzige Bedingung: Es muss um einen von drei Themenbereichen gehen, entweder um Bewegung, Ernährung oder Stressbewältigung – wobei die beiden Frauen dazu lieber „Entspannung“ sagen.

Dabei soll das Angebot möglichst niederschwellig sein: „Wir gehen in die Lebenswelten der Gruppen“, sagt Kleikamp. Konkret kann das zum Beispiel so aussehen: Eltern, die ihre Kinder sowieso jeden Tag zur Kita bringen, können direkt nach der Verabschiedung ihrer Schützlinge in einem Nebenraum der Kita an einem Sportkurs teilnehmen. So fügt sich der Kurs von der Zeit und vom Veranstaltungsort perfekt in die Lebenswelt der Eltern. Dabei soll das Angebot immer ganz individuell zur Gruppe passen. „Wir gestalten die Workshops deshalb gemeinsam“, sagt Kleikamp. Das bedeutet, dass das Pariteam mit den Gruppen zusammen bespricht, zu welcher Uhrzeit und an welchem Ort welche Art von Kurs am meisten Sinn macht. „Alle freuen sich, wenn sie mitgestalten können. Und dann haben sie auch die Motivation und bleiben dran“, sagt Kleikamp.

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Das Projekt „Besser Leben in Rheydt“ wir von den Gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Das Pariteam des Paritätischen verfügt so über einen Etat und hat sich einen Pool von Kursleitern zugelegt, die die Bereiche Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung auf vielfältige Weise abbilden. So kam in den vergangen Wochen der Lachyoga-Kurs zustande, der mehrfach im Rheydter Hugo-Junkers-Park stattgefunden hat und gut angenommen wurde. Umgesetzt wurde auch schon der Wunsch einer Elterngruppe, das Packen von gesunden Brotdosen zu lernen. Im Anschluss gab es dann ein gesundes Picknick im Park mit Snacks und Spielstationen für Kinder – rund 100 Personen haben laut dem Paritätischen teilgenommen. Im Mehrgenerationenhaus des Paritätischen hat es auch schon einen Vortrag zu Diätmythen gegeben. Geplant sind auch Kräuterführungen für Familien oder ein Pilateskurs für eine Frauengruppe. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. „Manchmal müssen wir die Gruppen stoppen und fragen: Wie viel Zeit habt ihr wirklich?“, sagt Kleikamp. Ein bis zweimal nehmen sie und ihre Kollegin an den neuen Aktivitäten teil, dann lassen sie Gruppe und Kursleitung allein.

„Die Krankenkassen haben endlich verstanden, dass man niedrigschwellige Angebote machen muss“, sagt Kleikamp. Das merken sie auch an der Resonanz auf ihr Angebot „Beler“. Das Projekt läuft nun seit Beginn des Jahres. Doch frühestens im nächsten Jahr können sie neue Kursvorschläge realisieren.