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Mönchengladbach: Professor Dennis Ladage neuer Chefarzt in Kliniken Maria Hilf

Kliniken in Mönchengladbach : Neuer Pneumologie-Chef hat Erfahrung im Kampf gegen Corona

Professor Dennis Ladage hat die Leitung der Pneumologie an den Kliniken Maria Hilf mitten in der Pandemie übernommen. An der Kölner Uniklinik hat er sich schon mit Covid-19 beschäftigt.

Es gibt wahrlich  ruhigere Zeiten für einen Wechsel auf der Chefarztposition einer Klinik für Lungen- und Bronchialheilkunde als die Monate der Corona-Pandemie. Just zwischen den beiden Infektions-Wellen übernahm Prof. Dennis Ladage die Leitung der Klinik für Pneumologie an den Kliniken Maria Hilf und trat an die Stelle von Privatdozent Andreas Meyer.

Geradezu zwangsläufig liegt Ladages Fokus seitdem auf der Behandlung von Covid-19-Patienten, die eine Intensivbetreuung und künstliche Beatmung brauchen. Doch für Ladage ist diese besondere Herausforderung kein Sprung ins kalte Wasser. „Zum einen ist die Klinik hervorragend aufgestellt bei der Betreuung dieser schwer erkrankten Patienten, zum anderen habe ich bis zum Wechsel schon in vorderster Front im Corona-Krisenstab der Uniklinik in Köln gearbeitet“, sagt er.

Der 41-Jährige, in Köln geborene Arzt hat nach seinem Abitur in Köln, Zürich und Boston Medizin studiert und wurde 2006 an der Medizinischen Fakultät der Kölner Universität promoviert. Einen zweiten Doktortitel in Sportwissenschaften erlangte er an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Die Kombination von Sport und Medizin ist gar nicht so abwegig. „Gerade im Bereich der Leistungsdiagnostik und der Lungenfunktion gibt es Überschneidungen“, meint Ladage.

Auch nach seinem Studium blieb er der Uniklinik in Köln treu. Zuletzt war er dort bis zu seinem Wechsel nach Mönchengladbach Anfang September als Oberarzt und stellvertretender Leiter der Pneumologie tätig. Außerdem ist Ladage seit 2016 leitender Notarzt im Rhein-Kreis Neuss und Vorstandsmitglied im Lungenkrebszentrum Köln-Solingen.      

Als sich für Ladage, der mit Frau und Sohn noch in Brühl wohnt, die Chance zu einem Wechsel nach Mönchengladbach bot, griff er zu. „Die Klinik für Pneumologie am Maria Hilf ist deutschlandweit eine der größten und bedeutendsten. Sie hat ein breites und gesundes Spektrum“, begründet er diesen Schritt. Die Nachfolge des bisherigen Chefarztes sei eine „sehr herausfordernde Aufgabe“.

Einen Schwerpunkt, der ihm besonders am Herzen liegt, will Ladage auch an seinem neuen Wirkungsort in Mönchengladbach vertiefen: die Behandlung des Lungenhochdrucks. Auf diesem Gebiet hat der Experte schon intensiv in Köln gearbeitet.

Die corona-bedingte Situation betrachtet Ladage mit unaufgeregter Konzentration. Die „AHA“ mit Abstand, Hygiene und Alltagsmaske einzuhalten, sei wichtig. Ein Nebeneffekt, den Ladage beobachtet hat: „Die Grippeinfektionen sind dadurch deutlich weniger geworden.“ Dies beweise, dass die Masken wirken. Dennoch rät er insbesondere Aneghörigen der Risikogruppen dringend zu einer Grippeschutzimpfung.