Mönchengladbach: Probealarm mit neuen Sirenen

Probealarm in Mönchengladbach : Neun neue Sirenen heulen am Samstag mit

Wenn am Samstag um 12 Uhr der allmonatliche Probealarm startet, wird er in einem größeren Teil des Stadtgebiets zu hören sein. Neue Sirenenanlagen gehen an den Start. Ihre Lautstärke wird getestet.

An 24 Standorten in der Stadt gehören die Sirenentests schon zur Routine. Am Samstag heulen zum ersten Mal neun neue Anlagen los – unter anderem in Wanlo, Venn und Waldhausen. Dabei werden auch Laustärken gemessen. Die Sirenen sollen gleichbleibend mit 70 bis 75 Dezibel heulen. Bis Ende 2019 soll Mönchengladbach flächendeckend mit dem akustischen Warnsystem ausgestattet sein.

2015 hatte sich die Stadt entschieden, wieder Sirenen einzuführen, die bei Chemieunfällen, Unwettergefahren, einem Großbrand, Reaktorunfällen oder bei terroristischen Anschlägen eingeschaltet werden. Zu diesem Zeitpunkt gab es im kompletten Stadtgebiet nur noch zwei Sirenen am Flughafen. Alle andere Heuler waren nach dem Kalten Krieg abgebaut worden. Bei besonderen Gefahrenlagen mussten Feuerwehr und Polizei Die Bevölkerung in ihren Einsatzwagen über Lautsprecher-Durchsagen warnen. Nicht zuletzt die Extremwetterlagen, die sich in den vergangenen Jahren häuften, veranlassten die Entscheidungsträger dazu, neue Sirenenanlagen zu installieren. „Nur Sirenen wecken Menschen im Schlaf oder warnen Menschen, die sich im Freien aufhalten und kein Handy bei sich haben“, hatte Feuerwehrchef Jörg Lampe damals gesagt.

Seit dem 8. Dezember 2016 heulen sie also in Mönchengladbach wieder. An diesem Tag wurde der Probealarm für die ersten zwölf „Heuler“ gestartet. Auch am heutigen Samstag beginnt der Sirenentest (dieses Mal mit 33 Anlagen) planmäßig um 12 Uhr mit dem Signal „Entwarnung“ und einem einminütigen Dauerton. Um 12.06 Uhr folgt das Signal „Warnung“, ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton, mit dem die Mönchengladbacher im Ernstfall aufgefordert werden, schnellstmöglich Gebäude oder Wohnungen aufzusuchen, das Radio einzuschalten oder im Internet nachzuschauen. Der Probealarm wird um 12.12 Uhr mit einer erneuten „Entwarnung“ beendet.

Die NINA-Warn-App der Feuerwehr weist bereits um 11.45 Uhr auf den Probealarm und noch einmal um 12.15 Uhr auf das Ende des Sirenentests hin. Mit der Warn-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe können sich Nutzer von Apple- und Android-Smartphones durch die Push-Funktion informieren lassen. Die App kann in beiden App-Stores (Google Playstore und Apple Store) gratis heruntergeladen werden.

Die neuen Sirenenanlagen befinden sich an folgenden Standorten: Am Sternenfeld (Grundschule), Katzenbauerstraße (Förderschule), Luisental (Übergangsheim), Klosterstraße (Verwaltungsgebäude), Malmedyer Straße (Unternehmensgebäude), Viersener Straße (Kliniken Maria Hilf), Am Mevissenhof (Verwaltungsgebäude), Höfgenweg (Grundschule), An der Kirche (ehemaliges Schulgebäude Wanlo). Auch bei diesen neuen Anlagen führt die Feuerwehr zukünftig jeden ersten Samstag im Monat einen Sirenentest durch.

Mehr von RP ONLINE