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Mönchengladbach: Prinzen-Paar sagt wegen Coronavirus auf Teneriffa Reise ab

Hotelgäste in Quarantäne : Coronavirus auf Teneriffa: Gladbacher Prinzen-Paar sagt Reise ab

Auf der spanischen Insel gibt es erste Infektionen mit dem Virus, mehr als 1000 Hotelgäste stehen unter Quarantäne. Das Prinzen-Paar verzichtet deshalb darauf, mit anderen rheinischen Karnevalisten beim Umzug mitzulaufen. Unterdessen ruft die Stadtspitze von Mönchengladbach zur Besonnenheit auf.

Nach dem Veilchendienstagszug hatten sich Prinz Axel I. und Niersius Thorsten noch gefreut, am Wochenende mit einer Delegation rheinischer Karnevalisten beim Umzug auf Teneriffa dabei zu sein. Am Aschermittwoch war alles vorbei: Das Prinzen-Paar sagte die Reise ab. Der Grund: Auf der spanischen Insel gibt es Infektionen mit dem Coronavirus, mehr als 1000 Touristen wurden in Hotels unter Quarantäne gesetzt.

„Wenn man dort abgeriegelt wird, hat man womöglich über Wochen keine Chance, wieder herauszukommen“, sagt Thorsten Neumann. Nicht nur gesundheitlich sei das Risiko zu groß. Die beiden haben ein Unternehmen, „noi! Event & Catering“, können es sich also nicht leisten, über Wochen auszufallen. „Da kann Teneriffa noch so schön sein, wir bleiben lieber auf der sicheren Seite“, betont Axel Ladleif. Jetzt treffen sie Karnevalisten in Mönchengladbach bei diversen Fischessen.

Mit dem ersten bestätigten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Mannes aus dem Kreis Heinsberg rückt die Gefahr auch an Mönchengladbach heran. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners ruft dennoch zu Besonnenheit auf. „Wir nehmen die aktuelle Lage sehr ernst“, betont er. Da Mönchengladbach aber aktuell nicht betroffen sei, habe man derzeit keine Veranlassung, „vorsorglich Kitas und Schulen schließen zu lassen“. Die Stadtverwaltung stehe in engem Austausch mit dem Kreis Heinsberg und dem NRW-Gesundheitsministerium. Sollte sich die Lage ändern, werde man unverzüglich die Öffentlichkeit informieren.

Für den Ernstfall sieht sich die Stadt gut vorbereitet: Der Fachbereich Gesundheit sei mit den Kliniken und niedergelassenen Ärzten in Kontakt und hat ihnen entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben. Beim Auftreten von Verdachtsfällen werden vom Robert-Koch-Institut empfohlene Hygiene-Maßnahmen umgesetzt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zudem wird auf das Bürgertelefon des Landes unter (0211) 8554774 verwiesen.