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Mönchengladbach: Polizei sagte Danke nach Abschluss des Falls "Rabea"

Kindstötung in Mönchengladbach : Polizei sagt Danke nach Abschluss des Falls „Rabea“

Mehr als zwei Monate ermittelte die Mönchengladbacher Mordkommission nach einer Kindstötung. Die Leiche eines Säuglings war in einem öffentlichen Mülleimer gefunden worden.

Der Ort, an dem das getötete Baby am 28. März gefunden wurde, ist kaum zu übersehen. Immer noch steht dort das Kreuz, das umrahmt ist von Stofftieren, Kerzen und Blumen. Nur der Schaukasten ist nicht mehr da. Die Polizei hatte ihn aufgestellt, um an Rabea, so nannte sie das Baby, zu erinnern und um an weitere Hinweise zu kommen. Denn lange Zeit war nicht bekannt, wer die Mutter des kleinen Mädchens ist, das gewaltsam starb und das dann in eine Mülltonne gesteckt wurde.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei war arbeitsaufwendig und zeitintensiv. Es dauerte über zwei Monate bis zum Durchbruch. Ein Reihen-DNA-Test in der Umgebung des Fundorts brachte einen Treffer. Tatsächlich wohnte die Mutter kaum 300 Meter von dem Mülleimer entfernt, in dem das Baby gefunden wurde. Die Frau, die bis dahin völlig unauffällig war, räumte die Tat ein. Kostenpflichtiger Inhalt Sie sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

 Mit einem Schreiben sagte die Mordkommission Danke.
Mit einem Schreiben sagte die Mordkommission Danke. Foto: Gabi Peters

Drei Tage lange hing ein Zettel in dem Schaukasten an der Carl-Diem-Straße mit Dankesworten der Polizei: „Eine besondere Bedeutung hatte für uns in dieser Zeit die Unterstützung der Öffentlichkeit. Sowohl medial als auch bei persönlichen Gesprächen und Kontakten sind wir auf breiten und großen Willen getroffen, die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen. Jeden Hinweis, jeden Beitrag zur Verbreitung unserer Zeugenaufrufe und alles, was damit zusammenhängt, wussten und wissen wir zu schätzen. Hierfür sagen wir: „Herzlichen Dank!“ Unterzeichnet mit: Ihre Mordkommission „Acker“.

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Auch Kostenpflichtiger Inhalt der DNA-Reihentest war in der Bevölkerung positiv aufgenommen worden. Alle Frauen im gebärfähigen Alter in einem gewissen Umkreis um den Fundort waren dazu aufgefordert, und so gut wie alle machten mit – auch die Mutter von Rabea. Kaum war ihre Probe ausgewertet, war auch schon die Mordkommission bei ihr. Von ihrer Schwangerschaft soll keinem in ihrem Umfeld etwas aufgefallen sein. Auch der Vater soll nach eigenen Angaben nichts von dem Baby gewusst haben. Mehr Aufschluss über die Tat wird der Gerichtsprozess bringen.