Ehemaliger Spielplatz in Mönchengladbach Keine Mountainbike-Strecke an der Hardter Straße

Mönchengladbach · Mit seinen Hügeln ist der ehemalige Spielplatz prädestiniert für einen Radsport-Parkour. Doch daraus wird nichts. Woran das liegt, und was stattdessen geplant ist.

 So sieht der ehemalige Spielplatz an der Hardter Straße, Ecke Brentanostraße aus. Jetzt gibt es auch einen Plan zur Gestaltung der Fläche.

So sieht der ehemalige Spielplatz an der Hardter Straße, Ecke Brentanostraße aus. Jetzt gibt es auch einen Plan zur Gestaltung der Fläche.

Foto: Carsten Pfarr

Der ehemalige Spielplatz an der Hardter Straße liegt brach. Zumindest gibt es auf der mehr als 6000 Quadratmeter großen Fläche keine Spielgeräte, nur ein paar Bänke, Bäume und Hügel. Wie kann die Anlage reaktiviert werden, und wäre eine Mountainbike-Strecke denkbar? Mit dieser Frage hat sich die Stadtverwaltung auf Antrag der CDU, der in der Bezirksvertretung West Unterstützung von allen Parteien erhalten hat, beschäftigt. Das Ergebnis ist in der jüngsten Sitzung vorgestellt worden.

Demnach liegt die Grünfläche in einem Wohngebiet und ist als „Kinderspielplatz“ festgelegt. Eine Mountainbike-Strecke gilt als „Sportanlage“. Heißt: Sie ist genehmigungspflichtig, würde eine Änderung im Bebauungsplan benötigen und ein Lärmschutzgutachten nach sich ziehen. Bürokratische und finanzielle Hürden (das Gutachten liegt bei 2000 bis 3000 Euro), die nach Einschätzung der Verwaltung ins Nichts führen würden. Es sei davon auszugehen, dass die Lärmschutzgrenzen – wegen der angrenzenden Wohngrundstücke – nicht eingehalten werden können. „Eine Genehmigung als Mountainbike-Fläche ist nicht zu erwarten“, so das Fazit von Nicole Hoffmann von der Fachberatung Spielplätze. Auch wenn die Anlage als Spielplatz mit Mountainbike-Anlage reaktiviert werden würde, würde es Probleme geben. Dann müsste gewährleistet werden, dass die Nutzer nicht älter als 14 Jahre sind. „Dies ist jedoch in der Praxis nicht umsetzbar“, urteilt die Verwaltung.

Stattdessen soll die Fläche nun als „Bewegungs- und Spielwiese“ gestaltet werden. Gemeinsam mit Kindern aus der Grundschule und der Nachbarschaft sowie den Erziehungsberechtigten soll ein Konzept erarbeitet werden. Das ist seit Jahren auch bei anderen Spielplätzen in der Vitusstadt gängige Praxis.

Finanziell kommt die Stadt mit diesem Plan, der von der Politik positiv gesehen wird, auch gut weg: Die Umgestaltung könnte mit der Unterhaltung der Mags erfolgen, wodurch sie für die Stadt keine Kosten verursacht. Und auch die Pflege des Geländes liegt bei der Mags, sodass auch Folgekosten ausbleiben.

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Bei den Bezirksvertretern traf das alles auf offene Ohren. Antragstellerin Christiane Sörgel (CDU) sagte: „Mir gefällt die Idee sehr gut. Wir würden das gerne weiterverfolgen, weil Kinder generell zu viel sitzen und auf dieser Fläche in der Natur spielen können.“ Und so fiel die Entscheidung der Politik einstimmig für den Plan der Verwaltung aus. Laut Nicole Hoffmann ist eine Kinderbefragung im Frühjahr 2024 denkbar, gefolgt von einer unbürokratischen und unkomplizierten Umsetzung.

(capf)
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