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Mönchengladbach: Petition im Internet soll helfen Rheydt zu retten

Bürgerinitiative stellt Forderungen : Petition im Internet soll helfen Rheydt zu retten

Die Bürgerinitiative Lebendiges Rheydt wirbt im Netz um Unterstützung für ihr Anliegen. Etliche Kommentatoren haben sich dort schon zu Wort gemeldet – sowohl traurig als auch mit Kritik.

Man muss offenbar nicht in Rheydt geboren sein und dessen Innenstadt in den 1980er-Jahren erlebt haben, um mit dem momentanen Zustand – gelinde gesagt – unzufrieden zu sein. „Ich bin 2001 von Düsseldorf nach Rheydt umgezogen und habe mit wachsendem Entsetzen den Verfall eines Stadtteils erlebt“, lautet einer der jüngsten Kommentare auf einer Internetseite, die die Bürgerinitiative Lebendiges Rheydt vor etwa 14 Tagen online geschaltet hat. Fast 80 weitere besorgte Stimmen haben sich unter rheydt-retten.de schon zu Wort gemeldet – und doppelt so viele haben sich einer Petition angeschlossen, mit der die Initiative um Unterstützung ihrer Ziele und Forderungen wirbt.

Zu den Unterstützern der Petition gehören selbstredend Günter Bonas und Joachim Schoor, die bei der Gründung der Bürgerinitiative Anfang des Jahres eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Die Initiative hält eine Belebung der Rheydter Innenstadt für dringend nötig, um dem zunehmenden Leerstand in Ladenlokalen Einhalt zu gebieten – kurz: damit im Stadtteil nicht völlig die Lichter ausgehen. Ihr Kernanliegen steht auch auf der Internetseite mit der Petition ganz oben: „Am wichtigsten ist es, dass das Straßenbild von vielen jungen Menschen, erkennbaren Studenten, geprägt wird. Dann belebt sich der Einzelhandel von ganz alleine, die Leerstände verschwinden.“ Dabei sieht die Initiative nicht nur Privatleute und Unternehmer gefragt. „Wir appellieren an die Stadt Mönchengladbach, eine Leitlinie (z. B. Masterplan) hierfür zu beschließen. Diese Willensbekundung ist notwendig, damit Investoren eine klare Zukunftsperspektive haben.“

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Wie das funktionieren könnte, hat die Initiative in zwölf Punkten zusammengefasst. Darunter finden sich Forderungen wie diese:  Bau eines weiteren neuen Studentenwohnheims an der Stelle des Stadttochter EWMG gehörenden und abrissreifen ehemaligen City-Hotels an der Bahnhofstraße; Videoüberwachung an Stellen, an denen etliche Menschen vor allem abends um ihre Sicherheit fürchten; Förderung der Außengastronomie durch drastische Reduzierung der Gebühren für das Aufstellen von Tischen; mehr Raum für Musik- und Kulturveranstaltungen im Zentrum; „Spiel- und bewegungsräume“ für Kinder und Jugendliche in der City.

Mit 5000 verteilten Flyern hat sich die Initiative schon bemerkbar gemacht. Nächste Woche, so Bonas, sollen weitere 10.000 Stück vorliegen und in Rheydt verteilt werden. Geplant sind auch Infostände in der Innenstadt zu den Zeiten des Wochenmarkts.