1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Patienten aus den Niederlanden verlassen Kliniken Maria Hilf

Corona-Auswirkungen in Mönchengladbach : Niederländer in die Heimat verlegt

Corona-Patienten aus dem Nachbarland konnten die Kliniken Maria Hilf verlassen. Die Museen in Mönchengladbach dürfen bald wieder öffnen. Und die Oettinger Brauerei unterstützt den Verein Wohlfahrt.

Für die drei Corona-Patienten aus den Niederlanden hat der Aufenthalt in Mönchengladbach ein glückliches Ende gefunden. Nachdem bereits zwei Patientinnen aus Rotterdam und Tilburg die Kliniken Maria Hilf nach erfolgreicher intensivmedizinischer Therapie verlassen konnten, wurde nun auch Franciscus Johannes Hubertus van Goor in seine Heimat zurückverlegt. Der 59-Jährige aus Weert bei Roermond war von den drei niederländischen Staatsbürgern am schwersten erkrankt. Van Goor war vor rund vier Wochen in einem schweren Schockgeschehen und mit Organversagen in die Kliniken Maria Hilf verlegt worden. Nun ist er weitestgehend genesen und konnte zurück in seine Heimat. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesen herausfordernden Zeiten unseren niederländischen Freunden helfen können, und sind glücklich über diesen grenzüberschreitenden Behandlungserfolg“, sagte der Chef der Kliniken Maria Hilf, Professor Andreas Lahm. „Da es in unserer Region bis dato glücklicherweise weniger Fälle als befürchtet gibt, war das grenzüberschreitende Angebot unserer freien Kapazitäten in der Hochleistungsmedizin für uns eine Selbstverständlichkeit.“

Warnung vor Betrügern Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein warnt derweil vor einer neuen Betrugsmasche im Zusammenhang mit Soforthilfen des Landes Nordrhein-Westfalen an Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind. Per E-Mail werden Unternehmer dazu aufgefordert, eine angebliche „Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt“ auszufüllen und an eine E-Mail-Adresse mit der Endung „.nrw.de.com“ zu senden. Die IHK warnt davor, auf die E-Mail zu reagieren und die beigefügten PDF-Dokumente zu öffnen. Weder die E-Mail noch die Formulare stammen von der Landesregierung. Offizielle E-Mail-Adressen der NRW-Landesbehörden haben immer die Endung: „.nrw.de“.

Öffnung Nach der Corona-bedingten Schließung werden die Museen in Mönchengladbach am kommenden Donnerstag, 7. Mai, wieder öffnen. Allerdings werden Veranstaltungen und Führungen weiterhin nicht möglich sein. Das teilte die Stadt mit. Volkshochschule und Musikschule starten am kommenden Montag, 11. Mai, wieder.

Spende Die Oettinger Brauerei möchte herausragendes Engagement in Corona-Zeiten unterstützen und spendet daher unter anderem 1250 Euro an den Verein Wohlfahrt Mönchengladbach. „Die Organisation setzt sich in vorbildlicher Art und Weise für gemeinnützige und soziale Zwecke ein“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Der Verein Wohlfahrt wurde bereits 1896 gegründet und betreut hilfesuchende Menschen aller Art, unter ihnen Arbeitslose, Schwerbehinderte, Obdachlose oder Suchtkranke. Durch die Corona-Pandemie wird das Leben für sie zu einer sehr schweren Zeit, denn oft haben Notunterkünfte oder Essensausgaben geschlossen. Die Spende der Brauerei wird insbesondere dem Bruno-Lelieveld-Haus in der Nähe des Hauptbahnhofs zugutekommen, wo Wohnungslose einen Schlafplatz, eine Mahlzeit und Kleidung erhalten können. Vor allem dort finanziert sich der Verein fast ausschließlich durch Spenden.

Jeden Tag alle Nachrichten zur Corona-Krise in Ihrer Stadt – bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter „Total Lokal“ mit täglicher Corona-Sonderausgabe!