Mönchengladbach: Niers-Umbau im Bresgespark kann starten

Entscheidung aus Düsseldorf : Niers-Umbau im Bresgespark kann starten

Das Flüsschen soll sich wieder natürlich schlängeln. Die Pläne liegen im Rathaus Rheydt aus.

Die Niers im Bresgespark soll naturnah umgestaltet werden. Statt schnurgerade soll sich das Flüsschen in Zukunft wieder in Schleifen schlängeln. Entsprechende Pläne des Niersverbandes gibt es schon länger. Jetzt hat die Bezirksregierung Düsseldorf grünes Licht für die Umsetzung gegeben.

Im Bresgespark in Rheydt sollen Tiere und Pflanzen wieder einen abwechslungsreichen biologischen Lebensraum erhalten. Gleichzeitig soll mit der Umgestaltung und der Anbindung von Ersatzauen auch ein natürlicher Rückhalteraum für Hochwasserereignisse geschaffen werden.

Zurzeit ist die Niers im Bereich Bresgespark ein Fließgewässer, das kaum fließt. Das Flüsschen wird gestaut von zwei Wehren, die in Zukunft überflüssig werden sollen. Denn die Neugestaltung hat auch das Ziel, die ökologische Durchgängigkeit der Niers wieder herzustellen. Die Ufer werden abgeflacht, Flutmulden und Senken angelegt. Standortgerechte Bäume und Gehölze sollen bei der Umgestaltung erhalten werden. Von den vielen Pappeln, die entlang der Niers stehen, sollen aber nur wenige bleiben. Bei der Umgestaltung wird auf ganz auf Natur gesetzt.

Das bedeutet auch: Einige Bereiche sollen vom Menschen unberührt bleiben, damit Eisvogel, Abendsegler, verschiedene Fledermausarten und weitere nachgewiesene Tierbestände nicht gestört werden. Das Wegesystem im Bresgespark soll zwar erhalten bleiben, Trampelpfade aber werden verschwinden.

Das Projekt ist Teil des Masterplans Niersgebiet. Eines der darin beschriebenen Ziele ist es, die Regenwassereinleitungen aus den Stadtgebieten durch Umgestaltung der Niers gewässerverträglich aufzunehmen. Im Bereich des Bresgesparks mündet der Rheydter Bach als großer Regenwassereinleiter in die Niers. Die Umgestaltung ist eine Voraussetzung, dass die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Regenwasserkanals erhöht werden kann und damit Schäden durch Rückstau aus überlasteter Kanalisation verringert werden können.

Der Planfeststellungsbeschluss für die Umgestaltung liegt zusammen mit den Planungsunterlagen bis zum 25. November im Rathaus Rheydt, Eingang G (Karstadt-Gebäude), Fachbereich Geoinformation, Geodatenzentrum, 2. Etage, Zimmer 2004, aus. Die Zeiten zur Einsicht: Montag bis Mittwoch von 7.45 bis 12.30 und 14 bis 15 Uhr, Donnerstag von 7.45 bis 12.30 und 14 bis 16.30 Uhr und Freitag von 7.45 bis 11 Uhr. Der Planfeststellungsbeschluss kann auch über die Internetseite der Bezirksregierung eingesehen werden.

(gap)