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Mönchengladbach: Neuverteilung der Sportfördermittel geplant

Sport in Mönchengladbach : Neuverteilung der Sportfördermittel geplant

Die Vereinszuschüsse sind für 2021 im Sportausschuss beschlossen worden. Für das kommende Jahr sollen neue Vergabekriterien gelten. Denn die Mitgliederzahlen drohen zu sinken.

Der Sportausschuss hat die Zuschüsse aus dem Sportförderprogramm an die lokalen Vereine im Stadtgebiet für das Jahr 2021 beschlossen. Die Beschlussvorlage wurde einstimmig angenommen. Insgesamt werden rund 200.000 Euro vergeben.

Der größte Anteil in Höhe von 100.800 Euro geht nach den Vergabekriterien an die Vereine zur Unterstützung der Jugendarbeit. Daher erhalten auch nur Vereine den Zuschuss, die laut Beschlussvorlage „aktive Jugendarbeit leisten, bei denen Jugendliche am Wettkampfsport teilnehmen und die anerkannte Übungsleiter einsetzen“. Dafür sind mindestens zehn aktive Jugendliche bis 18 Jahren in den Vereinen notwendig. Pro Kind wird dabei ein Zuschuss von 6,83 Euro gewährt. Laut des Stadtsportbundes sind derzeit 14.749 Kinder und Jugendliche in den Mönchengladbacher Vereinen gemeldet – diese Zahl galt als Berechnungsgrundlage.

Die Vereine erhalten zusätzlich nach den Kriterien des Sportförderprogramms 63.600 Euro an Betriebskostenzuschüssen. Diese werden an Vereine mit vereinseigenen oder angemieteten Sporteinrichtungen gewährt, um „die Sportanlagen sachgerecht zu unterhalten und zu betreiben“. Für ein Normalspielfeld gibt es laut Beschlussvorlage 800 Euro, für eine Gymnastikhalle 2400 Euro und als Höchstsatz 4800 Euro für eine Sporthalle. Außerdem bekommt der Stadtsportbund Mönchengladbach für seine Arbeit einen Zuschuss in Höhe von 18.400 Euro. Außerdem fließen seit 2017 weitere 20.000 Euro an die sportmotorische Testung in Grundschulen.

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Ab 2022 soll es hingegen neue Förderkriterien zur Vergabe der Sportfördermittel geben. Die CDU hatte einen entsprechenden Ergänzungsantrag gestellt. Darin schlug die Fraktion eine für Mönchengladbach repräsentative Kommission vor, die zusammen mit der Verwaltung eine Neuverteilung der Gelder erarbeiten soll. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. „Durch die Pandemie werden die Mitgliederzahlen unserer Sportvereine, insbesondere im Jugendbereich, in den nächsten Jahren erheblich zurückgehen. Daher sollte bei der Verteilung in Zukunft nicht nur die Mitgliederstärke eines Vereins über die Höhe und Förderung entscheiden. Auch qualitative Aspekte, die zur Sicherung einer zukunftsfähigen und modernen Vereinsarbeit beitragen, müssen berücksichtigt und belohnt werden“, sagt CDU-Ratsherr Robert Baues als Vorsitzender des Sportausschusses.

Mehr berücksichtigt werden sollen künftig beispielsweise gut ausgebildete Übungsleiter, Kooperationen mit Schulen und Kindergärten sowie Integrations- und Inklusionsarbeit. Die Kommission soll laut CDU „eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Verteilung der rund 200.000 Euro durch ihre Beratungen gewährleisten“ und zudem zeitnah eingerichtet werden, um über die Verteilung der Fördermittel für das Jahr 2022 zu beraten.

(dbr)