Mönchengladbach: Neujahrsempfang DRK

Neujahrsempfang beim Roten Kreuz : Rückblick aus der Reisetasche

Beim Jahresempfang des DRK wurde dessen breite Leistungsfähigkeit deutlich. Geschäftsführer Mike Boochs präsentierte einen ungewöhnlichen Rückblick auf 2018.

(mic) „Wir sind jederzeit für Sie da. Ehrensache!“ Dieser Plakataufsteller am Eingang zur Mensa der Gesamtschule Hardt brachte es auf den Punkt: Das Deutsche Rote Kreuz Mönchengladbach, das in der Schule zu seinem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen hatte, ist vielfältig für seine Mitbürger aktiv. „Man stelle sich vor, Borussia spielt oder der Weihnachtsmarkt findet statt – und keiner kann hingehen“, sagte der stellvertretende DRK-Vorsitzende Norbert Post in Anspielung auf den unverzichtbaren Sanitätsdienst. „Ich begrüße alle, die helfen, retten, versorgen, pflegen, ausbilden, schützen oder einfach nur für den Fall bereitstehen, dass irgendwo plötzlich Hilfe benötigt wird.“

Einen ungewöhnlichen Jahresrückblick aus der Reisetasche präsentierte Geschäftsführer Mike Boochs. Er erläuterte unter anderem anhand eines Spielzeug-Rettungswagens, eines Blutdruckmessgeräts und einer Info-Broschüre zur neuen Datenschutzgrundverordnung, was die 132 Hauptamtlichen, 300 Ehrenamtlichen, 250 Jugendlichen und 4000 Förderer im vergangenen Jahr in Gladbach geleistet haben. Es sei von Bombenfunden über Großbrände bis hin zum Sturm „ein einsatzreiches Jahr“ gewesen, ergänzte Kreisbereitschaftsleiter René Hartmann. „Bereits fünf Tage nach unserem letzten Neujahrsempfang ereilte uns das Sturmtief Friederike. Wir unterstützten bei der Versorgung aller Einsatzkräfte und waren außerdem mit den Motorkettensägen-Führern unserer Technik-Komponente unterwegs.“ 2018, so Hartmann, seien 13.900 ehrenamtliche Stunden Dienst geleistet worden.

Das DRK in Mönchengladbach verfügt auch über eher unerwartete Talente: Noyan Scheeren, beim DRK in Rheydt in der Migrationsberatung tätig, begeisterte mit professionellen Gesangseinlagen die rund 160 Anwesenden, darunter die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel und den Landtagsabgeordneten Hans-Willi Körfges sowie Vertreter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und anderen Organisationen, die sich für ihre Mitbürger engagieren. Besonders Leonard Cohens „Hallelujah“, vorgetragen von der ausgebildeten Sängerin, ging unter die Haut. Die Gäste durften den Refrain mitsingen. Hier treffe sich eine Familie, hatte Norbert Post zur Begrüßung festgestellt.