Mönchengladbach: Neuer Weg zwischen Gracht und Friedhof in Rheydt

Zwischen Gracht und Friedhof : Mönchengladbach plant Halbe-Millionen-Euro-Weg

Für 502.000 Euro soll die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer aufgewertet werden. So soll sie übersichtlicher werden – und zum Verweilen einladen.

Es ist eine Verbindung, die auch manch alteingesessener Mönchengladbacher nicht kennt: Von der Friedhofstraße können Fußgänger und Radfahrer direkt bis zur Gracht gelangen, wenn sie einem Pfad folgen, der Mühlenstraße, Hauptstraße und Wilhelm-Strauß-Straße quert. Damit dieser Weg für Fußgänger und Radler attraktiver und sicherer wird, sollen dort nun 502.000 Euro investiert werden: Dafür wird unter anderem das Grün entlang der Strecke „ausgelichtet“, damit vor allem die Kreuzungen übersichtlicher werden. Sitzbänke und Spielstationen in Gestalt von Findlingen und Holzbalken sollen zum Verweilen einladen.

Der Weg, der zum Teil über die Stümgesgasse führt, könnte nach Ansicht der Stadtplaner eine wichtige Verbindung zwischen Wohnbereichen, zu Bushaltestellen und zur Innenstadt sein – und nicht zuletzt eine Verkehrsachse für Radfahrer. An den Kreuzungspunkten versperre jedoch bisher allzu üppig wucherndes Grün die Sicht. Das soll zurückgeschnitten werden, dafür sollen Pflanzen mit niedrigerem Wuchs, und an einigen Stellen Zierkirschen sprießen. Wo der Weg eine quer verlaufende Straße schneidet, wird diese aufgepflastert und durch ein Tempolimit zusätzlich gesichert. Die neue barrierefreie Bushaltestelle an der Wilhelm-Strauß-Straße soll bei der Umgestaltung einbezogen werden.

Dem Sicherheitsempfinden der Benutzer des Weges in der dunkleren Jahreszeit und in den Abendstunden wollen die Planer auch durch eine bessere Beleuchtung des Strecke Rechnung tragen. Damit nicht nur Kinder die Strecke als Raum zum Spielen nutzen können, ist nahe des Friedhofes eine Boule-Bahn geplant.

Die Oberfläche des Weges wird zwar erneuert. Da Anwohner sich wieder eine naturnahe Ausführung gewünscht haben, wird er aber nicht asphaltiert oder gepflastert. Stattdessen bekommt er, was im Planer-Deutsch „wassergebundene Wegedecke“ heißt. Die Bezirksvertretung Süd sowie der Planungsausschuss des Rates haben die Pläne für gut befunden. Die Kosten in Höhe von 502.000 Euro trägt Mönchengladbach nicht allein. Den Löwenanteil von 401.000 Euro hat die Bezirksregierung als Zuschuss bewilligt, denn das Vorhaben gehört zum Groß-Projekt „Soziale Stadt – Innenstadtkonzept Rheydt“.

Mehr von RP ONLINE