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Mönchengladbach: Neuer Vorstoß für RY-Kennzeichen

Erneute Petition in Mönchengladbach : Neuer Vorstoß für RY-Kennzeichen im Internet gestartet

Über 850 Menschen haben bis jetzt eine entsprechende Petition unterschrieben. Es ist der dritte Versuch, die alte Kennung wieder einzuführen.

Was haben Bochum und Leverkusen gemeinsam? Beides sind kreisfreie Städte, die zwei Autokennzeichen haben: Bochum hat BO und WAT; Leverkusen LEV und OP. In Mönchengladbach hat es noch nicht geklappt mit der Wiedereinführung des alten Kennzeichens RY für Rheydt. Es hatte immer wieder Anläufe gegeben. Doch alle sind gescheitert. Zweimal entschied der Rat mehrheitlich: Es bleibt beim einheitlichen MG, auch um die Einheit der Stadt zu verdeutlichen.

Jetzt wurde eine neue Petition im Internet zur Wiedereinführung des alten Nummernschildes gestartet. Mehr als 850 Bürger haben schon unterschrieben. Ab Frühjahr wollen die Initiatoren offensiver für ihr Anliegen werben – in der Hoffnung, dass es dieses Mal klappt.

Ab 2012 konnten Unterscheidungs-Kennzeichen, die im Zuge der kommunalen Neugliederung zwischen 1966 und 1975 ausgelaufen waren, wieder an Fahrzeughalter vergeben werden. Der frühere NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger hatte damals Chancen gesehen, das Kennzeichen der ehemals selbstständigen Stadt Rheydt einzuführen. Das hätten einige Mönchengladbacher oder – besser gesagt – Rheydter auch gerne gesehen. Immerhin ist die Kombination MG-RY auf dem Nummernschild sehr beliebt, was zeigt, dass sich viele Bürger mit ihrer Heimat Rheydt identifizieren. Doch schon 2012 lehnte der Rat der Stadt die Wiedereinführung des nostalgischen Kennzeichens ab. Die CDU sprach sich geschlossen gegen die Rückkehr zu „RY“ aus. Bei der SPD, die die Abstimmung für ihre Ratsmitglieder frei gegeben hatte, gab es nur einige wenige, die für die Wiedereinführung der alten Nummernschilder stimmten. Eine (nicht repräsentative) Umfrage der Leser-Befragung hatte ergeben: 59 Prozent wünschen sich ein RY-Kennzeichen, 41 Prozent nicht.

Zwei Jahre später brachte die SPD Giesenkirchen das Thema wieder auf den Tisch. 2016 forderte eine erneute Petition von Rheydter Bürgern die Wiedereinführung des alten Kennzeichens. Doch der zweite Ratsbeschluss war auch ziemlich deutlich: 38 stimmten gegen ein RY-Kennzeichen, nur 27 dafür.

Im Jahr der Kommunalwahl wollen die Initiatoren der Petition erneut versuchen, die Politiker und Parteien davon zu überzeugen, „dass wir als Bürger es selbst entscheiden, welches Kennzeichen wir in Mönchengladbach wählen“. Für einen Teil der Mönchengladbacher bedeute das RY- Kennzeichen „ihre regionale Identität innerhalb der Stadt Mönchengladbach“.

(gap)