Mönchengladbach: Neuer Bücherschrank auf dem Maarplatz aufgestellt

Bücherschrank in Geneicken : Auf dem Maarplatz wird geschmökert

Der Heimatverein Geneicken-Bonnenbroich und die Bürgerinitiative Geneicken übergaben den neuen Bücherschrank den Bürgern.

Der Maarplatz liegt wunderschön zentral in Geneicken und hat sich  zur Guten Stube des Stadtteils entwickelt. Und in jede Gute Stube gehören auch Bücher. Die gibt es jetzt auch im neuen Bücherschrank mitten auf dem Platz. Damit konnten der Heimatverein Geneicken-Bonnenbroich und die Bürgerinitiative Geneicken (BIG) ihren Wunsch nach drei Jahren der Planung realisieren.

Jeder kann nun selbst Bücher in die Regale stellen und sich, wenn etwas gefällt welche entnehmen. „Die ersten Ideen kamen vor rund drei Jahren auf. Dann haben wir überlegt und geplant wie er aussehen soll und wie es funktionieren kann. Am Ende wird er rund 5000 Euro kosten. Das haben wir allein aus Spenden finanziert.“, sagt Wolfgang Dammer, Sprecher der Bürgerinitiative, stolz. Der Schrank fügt sich durch das helle Metall und die bunten Quadrate an den Seiten gut in den Platz ein. Die Regale sind mit doppelseitigen Türen aus durchsichtigem Plexiglas verschlossen. Der Besondere Clou: Nachts ist der Schrank beleuchtet und das Dach hat eine Dachbegrünung. „Wir haben verschiedene Rubriken angelegt. Es gibt Sachbücher, Kinderbücher, Krimis. Wir haben die Leute auch informiert, wann die Bücher gebracht werden können.“, erzählt Bücherpatin Anja Real-Jacken. Zusammen mit ihren Kollegen sorgt sie dafür, dass der Bücherschrank noch lange in einem Guten Zustand bleibt. Ingrid Müller nutzt die Bücherschränke in ihrer Heimatstadt Hannover regelmäßig. „Wir haben durch Zufall von der Einweihung erfahren. Ich sortiere meine gelesenen Bücher. Die mit einem B darauf, kommen zum Bücherschrank. In Hannover gibt es in jedem Stadtteil einen.“ Tochter Carola Janssen ist begeistert: „Wir wohnen in Venn. Aber ich kann mir gut vorstellen, hierherzukommen und Bücher zu bringen und auch mitzunehmen.“ Keine feierliche Einweihung ohne Musik und natürlich eine Lesung. Krimiautor Arnold Küsters brachte eine Auswahl an Gedichten und eine Kurzgeschichte mit, die natürlich ohne einen Mord nicht auskamen. Gerade aber auch seine Lyrik sparte nicht mit schwarzem Humor. Dem Publikum gefiel es und es stimmte schon mal auf das Lesen ein. Mit Manfred Meurer ließ er dann eine ordentliche Portion Blues über den Platz hallen.

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