Mönchengladbach: Neue Sportanlage für Rheydt-West und Kunstrasen-Platz für Venn

Aus dem Sportausschuss : Baustelle Sportplätze

Die Sportanlage Rheydt-West soll verlegt und in Venn ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Für ein Minispielfeld an der Scheulenstraße fehlt noch Geld, und die Kosten für eine beleuchtete Laufstrecke am Schloss Rheydt schießen in die Höhe.

Vor allem mit geplanten Baumaßnahmen beschäftigte sich der Sportausschuss bei seiner jüngsten Sitzung. Das ist der Stand bei den für Sportanlagen geplanten Projekten.

Bezirkssportanlage Preyerstraße Die Anlage in Rheydt-West ist in einem erheblich sanierungsbedürftigen Zustand. Für die Groko im Rat ist der Aufwand für die Sanierung fragwürdig. Deshalb soll die Bezirkssportanlage von ihrem bisherigen Standort weichen. In seiner Sitzung stellte der Ausschuss die Weichen für eine Verlagerung. Die Sportanlage soll durch eine neue im Bereich zwischen der Preyerstraße und der Pongser Straße ersetzt werden. Die Fläche dort ist eigentlich für eine Erweiterung des Friedhofs reserviert, wird dafür aber nicht mehr benötigt. Dort werde sich der Instandhaltungsaufwand erheblich reduzieren, so die beiden sportpolitischen Sprecher der Groko, Robert Baues (CDU) und Volker Küppers (SPD) in ihrem Antrag. Eine Schätzung zu den Baukosten liegt allerdings noch nicht vor, erst wenn die Zufahrts- und Parkplatzsituation geklärt sei, könne das Planungsbüro die Kostenschätzung vorlegen. Das Gelände der bisherigen Anlage soll für eine Wohnbebauung genutzt werden. Der Ausschuss beschloss auf Antrag von CDU und SPD gegen eine Stimme die Verlagerung „auf der Basis der Machbarkeitsstudie“ und beauftragte die Verwaltung, das erforderliche Planungsrecht für die Erschließung zu schaffen. Bis die Anlage allerdings umzieht, solle eine „funktionsfähige Nutzung der bestehenden Sportanlage sichergestellt“ sein.

Schloss Rheydt Die beabsichtigte beleuchtete Laufstrecke an Schloss Rheydt bereitet hingegen Problemen. CDU und SPD hatten einen entsprechenden Antrag gestellt. Vier Varianten wurden daraufhin von der Verwaltung erarbeitet, doch jetzt stockt das Vorhaben. „Im Moment packen wir das nicht an“, sagte der Beigeordnete Gert Fischer. Ausschlaggebend sei eine überarbeitete Kostenschätzung. Bisher war die Verwaltung von diesen Kosten ausgegangen: Eine 1000 Meter lange Strecke mit Solar-Leuchten würde 368.000 Euro kosten, bei 3000 Metern lägen die Kosten bei 1,1 Millionen Euro. Wird ein Erdkabel für die Leuchten verlegt, rechnet die Verwaltung bei einer 1000-Meter-Strecke mit Kosten von 140.000 Euro, bei 3000 Metern sind es 420.000 Euro. Durch die Verwendung von Leuchten, die den technischen Vorgaben der unteren Naturschutzbehörde entsprechen, würde der Bau laut Fischer aber „noch einmal deutlich teurer“. Für die Mehrkosten stünden keine Mittel zur Verfügung. Die von den Grünen angeregte kleine Variante mit einer Laufstrecke von 1000 Metern stieß nicht auf Zustimmung; wenn schon, soll es bei einer 3000 Meter langen Strecke bleiben, so die Mehrheitsansicht.

Bezirkssportanlage Venn Für die Modernisierung der Sportanlage Venn nimmt die Verwaltung 660.000 Euro in die Hand. Der Ausschuss stimmte der Planung einstimmig zu. An den Kosten beteiligt sich der SV Rot-Weiß Venn mit 100.000 Euro. Entstehen soll statt des bisherigen Tennenspielfelds ein Kunststoffrasenspielfeld, auf den in erster Linie die zwei Senioren- und acht Juniorenmannschaften trainieren und spielen sollen. Mitte 2020 könnte mit dem Umbau begonnen werden, so die Verwaltung.

Sportplatz Scheulenstraße Der beabsichtigte Bau eines Kunstrasen-Minispielfeldes an der Scheulenstraße ist noch nicht in trockenen Tüchern. Er könnte an der Finanzierung scheitern. Die Kosten von 100.000 Euro lassen sich laut Verwaltung nicht vollständig aus der Sportpauschale des Landes decken. 50.000 Euro stehen daraus zur Verfügung. Die Borussia-Stiftung beteiligt sich mit 33.000 Euro, derzeit liefen laut Verwaltung Gespräche mit Sponsoren über die Finanzierung der verbleibenden 17.000 Euro. Das Spielfeld soll auf der Fläche des ehemaligen Spielplatzes gebaut werden.

Um Geld geht es auch beim Förderprogramm des Landes „Moderne Sportstätten 2022“. Wolfgang Rombey als Vorsitzender des Stadtsportbundes berichtete den Ausschussmitgliedern, dass 24 Vereine, die eigene Sportstätten besitzen oder Sportstätten eigenverantwortlich bewirtschaften, Geld in einer Höhe von fünf Millionen Euro für unterschiedliche Maßnahmen beantragt hätten. Das Landesprogramm sehe aber nur 3,5 Millionen Euro für Mönchengladbach vor. Nun will der Stadtsportbund in den kommenden Wochen in Gesprächen mit den Vereinen nach Lösungen suchen, wie sie den Eigenanteil von 1,5 Millionen stemmen oder wie Anträge modifiziert werden könnten.

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