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Mönchengladbach: Neu behindertengerechte Ampel für die Gartenstraße

Neue Technik : Behindertengerechte Ampelanlage für Gartenstraße

254 Lichtsignalanlagen gibt es in der Stadt, 150 davon haben zusätzliche akustische oder vibrierende Elemente.

In der Stadt werden immer mehr Ampelanlagen installiert, die seh- und hörbehinderten Fußgängern Orientierung bieten. Aktuell geschieht das an der Kreuzung Nordstraße/Gartenstraße. Dort wurde bereits vor einiger Zeit ein Mehrfamilienhaus von einer Wohnungsbaugesellschaft gebaut, in dem es auch behindertengerechte Wohnungen gibt.

„Auf Initiative unserer Inklusionsbeauftragten hat sich die Stadtverwaltung deshalb zum Ziel gesetzt, die Ampelanlage an der Kreuzung behindertengerecht auszubauen, das heißt mit taktilen Elementen im Boden sowie akustischen und vibrierenden Signalen für Fußgänger auszustatten“, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Eine solche Ausstattung hatte die alte Anlage nicht. Deshalb wurde bereits eine neue moderne installiert, die in den kommenden Tagen in Betrieb genommen werden soll. Zurzeit regelt noch eine Baustellenampel den Verkehr an dieser Stelle.

LED und Glühbirne In Mönchengladbach gibt es derzeit 254 Lichtsignalanlagen. Die modernen sind mit energiesparender LED-Technik ausgestattet, die alten noch mit Glühbirnen. Von Letzteren stehen in Mönchengladbach noch 40. Eine solche veralterte Ampel findet man beispielsweise nicht weit von der jetzt neu installierten Lichtsignalanlage entfernt – nämlich an der Kreuzung Nordstraße, Bonnenbroicher Straße, Otto-Saffran-Straße und Am Gerstacker. Nachdem ein Blitzschlag die Ampel im August außer Gefecht gesetzt hatte, sollte sie eigentlich durch eine moderne ersetzt werden. Es blieb an dieser Stelle aber erst einmal bei der alten Technik. Und das hatte Gründe: Eine neue Ampelanlage konnte wegen der erforderlichen Auftragsausschreibung nicht so schnell beschafft werden. Und eine Baustellen-Ampel, die den Verkehr an der Kreuzung in der Zwischenzeit regeln sollte, war wegen des Bau-Booms nicht zu haben. Da die Stelle von vielen Schülern passiert wird, entschied man sich für eine Reparatur.

  • 040821
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Bild:
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Ausstattung Jeder kennt die gelben Tasten an manchen Fußgängerampeln, die ein akustisches Signal geben, wenn man sie drückt. Was viele nicht wissen: Die Tasten haben auch einen Pfeil, der Sehbehinderte und Blinde in die richtige Richtung schickt. Außer dieser taktilen Ausstattung gibt es außerdem Ampelanlagen, die ein fühlbares Blindenleitsystem im Boden oder an den Bordsteinkanten haben. Insgesamt sind etwa 150 Anlagen im Stadtgebiet behindertengerecht. Die meisten davon findet man in den beiden Innenstädten von Rheydt und Gladbach. An den vielbefahrenen Verkehrsachsen der Stadt können die Ampeln oft auch dies: Sie messen Verkehrsströme.

Kosten und Einsparung Eine moderne Lichtzeichenanlage kostet zwar je nach Größe zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Sie sparen aber dafür Energie und Geld: 1000 bis 1500 Euro pro Ampel. Und: Die Reparaturen der alten, anfälligeren Anlagen sind teuer. Der Ersatz eines kaputten Steuerungsgeräts kostet etwa 8000 bis 12.000 Euro.