Mönchengladbach: Müll-Petition liegt jetzt beim OB

Listen jetzt beim OB : 4550 Unterzeichner der Müll-Petition passen in einen Briefumschlag

Thomas Marx hat die Online-Petition gegen die Müllpläne auf den Weg gebracht. Am Freitag übergab er die Namenslisten dem OB. Vorher hatte es um den Ablauf des persönlichen Termins etwas Streit gegeben.

Es war ein Polizist, der am Morgen des gestrigen Freitags die Blicke auf sich zog. Mehrmals fuhr er auf seinem Motorrad am Rathaus Abtei vorbei und beobachtete die Gruppe, die sich vor dem schmiedeeisernen Tor versammelt hatte. Sie blieb klein, und wenn man die Zahl der Pressevertreter abzog, könnte man sie umgangssprachlich sogar als mega-klein bezeichnen. Aber hinter ihr stehen – besser: standen – 4550 Unterzeichner einer Online-Petition zu den in der Stadt so heiß diskutierten Themen Müll und Rolltonnen.

Vielleicht hatte die Stadt Massen erwartet und vorsorglich die Polizei informiert, damit sie hätte ordnend eingreifen können. Als der Initiator der Online-Abstimmung „Faire Müllgebühren“, Thomas Marx, auftauchte, war klar, dass die 4550 Unterzeichner Platz in einem Din-A-4-Umschlag hatten. Darin führte der 42-Jährige 87 Seiten mit – Listen mit Namen, Ortsangabe und Datum der Unterschrift. Marx übergab sie gestern Morgen Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in einem vertraulichen Gespräch. „Es war nett. Der OB war freundlich. Und ich habe ein Wasser bekommen“, berichtete Marx später. Diese Sätze kennzeichnen die Atmosphäre des persönlichen Termins, den der OB Marx angeboten hatte und um den es vorher etwas Streit gegeben hatte.

Marx hat nach eigenen Aussagen – die Öffentlichkeit war ausgeschlossen, was den Konflikt ausgelöst hatte – den Eindruck gewonnen, dass der OB „mit der einen oder anderen Regelung der geplanten Müllsatzung nicht ganz zufrieden ist“. Das freute Marx, denn sein Anliegen ist es, dass Familien eine Gebührenerleichterung bekommen. Er selbst hat eine fünfköpfige und befürchtet erhebliche Belastungen ab 2019. „Vielleicht tut sich was. Der OB sagte, dass man die Situation der Familien im Blick habe“, sagt Marx. Wird er jetzt erneut initiativ? „Nee, das war’s erst einmal.“

(web)
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