Mönchengladbach: Mordkommission ermittelt wegen versuchter Tötung

Mordkommission ermittelt wegen versuchter Tötung : 18-Jähriger in Mönchengladbach lebensbedrohlich verletzt

Fünf Männer sollen ihr Opfer getreten und geschlagen haben. Die Verletzungen sind so stark, dass die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach davon ausgeht, der 18-Jährige sollte getötet werden.

Nach einem brutalen Angriff in Rheydt hat eine Mönchengladbacher Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizei mitteilt, ist ein 18-Jähriger am frühen Freitagmorgen im Bereich Stresemannstraße/Marienplatz von mehreren Tätern so schwer verletzt worden, dass die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach von einem versuchten Tötungsdelikt ausgeht. Zeugen hatten die Polizei gegen 1.40 Uhr alarmiert. Sie meldeten einen Verletzten, der am Boden liege.

Nach Aussagen gegenüber der Polizei hatten die Täter heftig auf das Opfer eingetreten und -geschlagen. Der 18-Jährige zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Seine Lage sei immer noch lebensbedrohlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Rettungswagen brachte den jungen Mann ins Krankenhaus, wo er weiterhin behandelt wird.

Bei Eintreffen der Polizei am Tatort waren die Angreifer bereits verschwunden. Die Fahndung nach ihnen verlief bislang erfolglos. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass an der Tat bis zu fünf Männer beteiligt waren. Warum es zu dem Angriff kam, ist noch unklar. Die Polizei möchte zurzeit keine näheren Details zu dem Fall bekanntgeben. Die Kriminalwache hatte die ersten Ermittlungen aufgenommen. Tatortaufnahmen wurden gemacht, die Spurensicherung stellte unter anderem Kleidung sicher.

Die Polizei sucht weitere Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Zur Täterbeschreibung liegen folgende Angaben vor: Es soll sich um junge Männer im Alter von 16 bis 24 Jahren handeln. Sie haben ein südländisches Aussehen, mindestens ein Täter sehe asiatisch aus. Sachdienliche Hinweise werden unter 02161 290 entgegengenommen. Die Mordkommission ist die zweite, die in Mönchengladbach innerhalb weniger Tage eingerichtet wurde. Die andere Kommission ermittelt nach dem Brand an der Neusser Straße, bei dem 15 Menschen von der Feuerwehr gerettet werden mussten.

(gap)
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