Mönchengladbach: Modenschauen beim Fashion Day

An der Hindenburgstraße : Am Fashion Day macht MG groß in Mode

Ein Laufsteg vor dem Minto, Modenschauen, Snacks und Stilberatung für Kunden – beim 1. Fashion Day entlang der Hindenburgstraße wollen Händler, IHK und Hochschule am 13. April die Stadt als hippen Textilstandort präsentieren.

Eine steilere Einkaufsmeile als die Hindenburgstraße gibt es weit und breit nirgends. Dass die Gladbacher City aber auch in Sachen Mode schwer zu schlagen ist, möchten Citymanagement, Händler, Industrie- und Handelskammer, die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach sowie die Hochschule Niederrhein beweisen. „Wir wollen zeigen, dass Mönchengladbach nicht graue Provinz am Niederrhein ist“, sagt Holger Brinkmann-Sahm, Geschäftsführer der Pep Factory und Mit-Organisator des 1. Mönchengladbacher Fashion Days. Der ist am Samstag, 13. April, und dann dreht sich von vormittags bis in den frühen Abend zwischen Altem Markt und Kaufhof-Gebäude so ziemlich alles um Mode und Textil: Von ansässigen Geschäften bekleidete Models schreiten auf einem Laufsteg von dem Eseln des Sonnenhausplatzes zum Eingang des Minto; DJ Tocadisco spielt die Musik dazu; es gibt kostenlose Snacks; Visagisten und Styling-Berater geben in diversen Geschäften Tipps; Besucher in den besten Outfits können Preise gewinnen, und, und und....

Wie viele Besucher das Spektakel anlocken soll, darauf will sich Brinkmann-Sahm nicht festlegen. „Jede Zahl wäre Spekulation.“ Angesichts des Aufwands, der an diesem Tag betrieben wird, dürften die Erwartungen aber nicht allzu bescheiden sein. Zumal sich bei dieser Aktion viele Händler zusammengerauft haben. Das freut auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. „Ich wünsche mir, dass das nicht nur ein Einmaleffekt, sondern von Dauer ist.“ Eine Stadt lebe auch in Zeiten eines wachsenden Onlinehandels davon, dass sie Einkaufserlebnisse biete.

Und die sollen auch den oberen Bereich der Hindenburgstraße erreichen, wo die Zahl der verfügbaren Erlebnisstätten in jüngerer Zeit gesunken ist. Nicht zuletzt deshalb hat sich auch Sinn-Chef Marcel Thoss schnell überzeugen lassen, mit seiner Filiale dabei zu sein und einen der Startpunkte des Flaniervergnügens zu setzen. Unterstützung sollen dabei Großbildschirme bieten, auf denen das Geschehen auf dem Catwalk vor dem Minto zu verfolgen sein soll.

Doch nicht nur das Endprodukt Kleidung soll beim Fashion Day präsentiert werden. Alberto will zeigen, in welchen Fertigungsschritten eine Hose entsteht. Im Minto werden Studenten der Hochschule Niederrhein mit ihrem Fachbereich Textil und Bekleidung Projekte vorstellen. Die Industrie- und Handelskammer schickt Ausbildungsberater, die junge Menschen über Berufe und Ausbildungswege nicht nur in der Textil- und Modebranche informieren wollen, sondern auch über die Berufe, die im Minto ausgeübt werden.

Wie sehr dieses Paket die Besucher überzeugt, wird sich zeigen. Alberto-Geschäftsführer Marco Lanowy jedenfalls ist optimistisch. Der Mönchengladbacher Hosen-Händler locke Kunden aus einem Umkreis von 350 Kilometern in seinen Laden, sagt er. Das zeige, welche Strahlkraft der Stadt haben könne: „Ich denke, wir können mehr, und wir können auch noch mehr darüber reden.“

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