Mönchengladbach: Mitglieder des Schiffsmodellbauclubs beenden die Saison im Bresgespark

Besonderes Hobby : Modellschiffe erleuchten Bresgespark

Zum Abschluss der Saison ließen die Mitglieder des Schiffsmodellbauclubs ihre Eigenkreationen beleuchtet zu Wasser. Das größte Modell war ein Flugzeugträger.

Die Besucher des Bresgesparks machten große Augen. Wie an fast jedem Wochenende kamen an dem kleinen See mitten in der Anlage dutzende Modellschiffbauer zusammen, um ihre Schiffe gemeinsam fahren zu lassen. Jetzt fand zum Abschluss der diesjährigen Saison das so genannte Nachtfahren statt. Ein besonderes Vergnügen.

Fred Granderath ist erster Vorsitzender des Schiffsmodellbauclubs Mönchengladbach, der aus etwa 45 Mitgliedern besteht. Im nächsten Jahr wird der Verein 40 Jahre alt. Für ihn ist der Schiffsmodellbau gar kein so ungewöhnliches Hobby. Genau wie die meisten Vereinsmitglieder hat Granderath schon immer gerne getüftelt. Bereits mit fünf Jahren bastelte er an Modellen, die allerdings nie fahrtüchtig waren. „Irgendwann hatte ich dann genug davon. Ich wollte meine Modelle in Aktion erleben“, sagt er. Als sich in der Gaststätte seiner Eltern andere Schiffsmodellbauer trafen, stieß er einfach dazu. Auch Markus Pakowski, zweiter Vorsitzender, und Dietrich Rentrop, Schriftführer des Clubs, bauten zuerst Modellflugzeuge und -eisenbahnen. „Damit ist man aber immer alleine. Wir wollten mit unserem Hobby raus, Gleichgesinnte treffen“, erzählen die beiden. So geschah es, dass sie sich an den Bau von Schiffen machten.

„Beeilt sich ein Modellbauer, sitzt er an so einem Schiff vielleicht nur vier Wochen“, sagt Markus Pakowski. „Es kann aber auch gut und gerne mal ein paar Jahre in Anspruch nehmen.“

Das größte Modell, das zum Abschluss der Saison im Bresgespark zu Wasser gelassen wurde, war ein Flugzeugträger. Sein Besitzer hat knapp vier Jahre daran gearbeitet. Durchschnittlich besitzen die Vereinsmitglieder je fünf Schiffe, das kann aber auch stark schwanken. Gemein ist aber allen, dass sie großen Spaß am Bauen und dem Starten auf dem Wasser haben.

Wie Fred Granderath betont, soll der Club einen Ausgleich zum Alltag und Berufsleben geben. Im Vordergrund steht dabei der Spaß. „Wir pflegen einen freundschaftlichen Umgang miteinander.“ Auch Nachwuchs ist bei ihnen gerne gesehen. „Junge Mitglieder fehlen uns leider. Aber jeder kann sich an uns wenden – ob er nun Mitglied werden und sich den Traum, Kapitän zu sein verwirklichen möchte, oder auch, wenn er einfach nur Fragen an uns richten möchte.“

Bis in die Abendstunden hinein fuhren die Modellschiffe über das Gewässer im Bresgespark. Zwar wurde den Teilnehmern bei ihren Modellen kreative Freiheit gelassen, trotzdem sollte ihre nautische Beleuchtung der realer Schiffe nahe kommen.

Der Schiffsmodelclub zum Saisonausklang noch mal fahren bis in die Dunkelheit. Das THW Boot von Wolfram Manske. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)
Stolz führten die Clubmitglieder ihre Boote und Schiffe vor. Es gab echte Schönheiten zu sehen. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)

Auch wenn der Saisonabschluss jetzt stattgefunden hat, wird der Club sich weiterhin an den Wochenenden im Bresgespark treffen, solange das Wetter es zulässt – und das kann noch dauern: „in der Vergangenheit sind wir auch schon bei null Grad und dünner Eisschicht auf dem Wasser gefahren“, sagt Granderath.

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