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Mönchengladbach: Misshandelter Säugling hat bleibende Schäden

Mordkommission ermittelt : Bleibende Schäden bei misshandeltem Baby

Der Säugling, der so gequält wurde, dass er Anfang Januar mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, ist weiterhin in einem kritischen Zustand.

Dem  fünf Wochen alten Baby sollen die Verletzungen mit schwerer, stumpfer Gewalt zugefügt worden sein. In einer gemeinsamen Presseerklärung teilten Staatsanwaltschanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach am Freitag mit, dass das Kind, das am 4. Januar mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, immer noch intensiv behandelt wird. Die zugefügten Verletzungen seien so schwerwiegend, dass es wahrscheinlich lebenslange Schäden behalte.

Kostenpflichtiger Inhalt Am 7. Januar hatten Polizei und Staatsanwaltschaft zum ersten Mal über den Fall berichtet. Einen Tag zuvor war der Vater des Säuglings festgenommen worden. Der 23-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Eine Mordkommission ermittelt.

Hintergrund der Festnahme war der dringende Verdacht, dass der Vater sein Kind schwer misshandelt hatte. Das Jugendamt nahm den verletzten Säugling ebenso wie die 17 Monate alte Schwester, bei der ebenfalls Anzeichen von stumpfer Gewalteinwirkung festgestellt wurden, in Obhut.

Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach teilten am Freitag mit,  „dass bei dem Säugling derzeit zwar keine akute Lebensgefahr besteht, der Gesundheitszustand aber nach wie vor sehr ernst ist. Er wird medizinisch sehr umfangreich betreut. Nach Angaben der Rechtsmedizin ist nach derzeitigen Erkenntnissen mit schwersten gesundheitlichen Folgeschäden, sowohl im motorischen als auch im kognitiven Bereich, zu rechnen.“

Ein wichtiger Bestandteil der noch laufenden Ermittlungen sei ein sehr umfangreiches medizinisches Gutachten, welches noch nicht abschließend vorliegt. Daher könnten derzeit keine detaillierteren Angaben gemacht werden, teilte Polizeisprecherin Cornelia Weber mit. 

(gap)