Mönchengladbach: Ministerpräsident Armin Laschet spricht in St. Marien

Sonntagsmesse in Mönchengladbach : Ein Kreuz aus St. Marien für Armin Laschet

Der Ministerpräsident sprach in der Reihe „Goldene Brücken bauen zum Du“ in Rheydt.

„Goldene Brücken bauen zum Du.“ Pfarrer Klaus Hurtz hat den Titel bewusst gewählt, denn „jede Gesellschaft würde zerbröseln, wenn es nicht diese Brücken gäbe.“ Zur Glaubensreihe, bei der Prominente in der Kirche zu wichtigen Themen des Lebens sprechen, war dieses Mal jemand eingeladen, der bereits vor Jahren eine Brücke zu Rheydt geschlagen hat: Ministerpräsident Armin Laschet. Er war am Sonntag zum dritten Mal in der Kirche St. Marien. „Ich komme immer wieder gerne nach Rheydt“, sagte er in der Messe zum zweiten Fastensonntag. In seine Rede in der voll besetzten Kirche gab er ein klares Bekenntnis zum christlichen Glauben ab: „Die christliche Botschaft ist das Beste, was man der Gesellschaft anbieten kann. Ich kenne keine bessere.“ Nächstenliebe, auf einander zugehen, sich die Hände reichen – das sei auch in Politik und Gesellschaft wichtig.

„Mein Land first“ spiegele nicht die Gemeinschaft in Europa wider, die 70 Jahre lang nach dem Zweiten Weltkrieg gelebt wurde. Mit einem Blick jenseits des Atlantiks sagte Laschet: „Da ist jemand, der eine Mauer zum Symbol unserer Zeit machen möchte.“ Er wolle lieber eine Brücke als Symbol. „Lassen Sie und auch im Alltag stärker aufeinander zugehen.“

Die Reihe „Goldene Brücken bauen zum Du“ wurde in Rheydt zu einem ganz besonderen Anlass neu aufgenommen: Manfred Riethdorf, Pfarrvikar in der Gemeinde von Pfarrer Klaus Hurtz, wird 75 Jahre, er ist seit 40 Jahren Seelsorger in Rheydt, und er wird im September sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Auch Riethdorf baute Brücken. „Die Gemeinde und die Menschen können ihm dankbar sein“, sagte Armin Laschet. Das sind sie wohl auch. Viele erinnern sich auch an Riethdorf, den Lehrer, der es sogar zu einem eigenen Fanclub brachte. 30 Jahre war der Pfarrvikar, zu dessen Hobbys das Zaubern zählt, im Schuldienst tätig.

Mit der Zauberei hat Riethdorf ebenfalls Brücken geschlagen – zu Kindern und Erwachsenen. Digitale Medien können verbinden, sagte Armin Laschet in seiner Rede. Viele Großeltern seien heute über WhatsApp-Gruppen mit ihren Enkeln vernetzt. „So können sie in ihre Welt eintauchen und sie miterleben“, sagte der Ministerpräsident. Das sei das Positive an der digitalen Welt. Es gebe aber auch negative Seiten. Zum Beispiel, wenn das Netz für Mobbing und zur Verbreitung von Hass genutzt wird. Laschet sprach sich für die christliche Nächstenliebe aus. Aus Rheydt nimmt er ein Kreuz als Gastgeschenk mit.

In der Messe nahmen sich zum Ende hin alle Gottesdienstbesucher an die Hand – als Zeichen für eine Brücke.

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